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Ein schwarzer Helm liegt neben einem umgestürzten E-Scooter auf einem Gehweg.

Eine Grazer Studie erfasste 392 nach E-Scooter-Unfällen behandelte Kinder und Jugendliche. 83 Prozent trugen keinen Helm.

Eine Studie der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendchirurgie Graz hat Daten von 392 Kindern und Jugendlichen ausgewertet, die zwischen 2017 und 2025 nach E-Scooter-Unfällen behandelt worden waren. Geleitet wurde die Untersuchung von Margarita Eibisberger an der Medizinischen Universität Graz.

Das Durchschnittsalter der Betroffenen lag bei 12,8 Jahren, rund zwei Drittel waren Buben. Insgesamt wurden bei den 392 Patientinnen und Patienten 620 Verletzungen erfasst.

Stürze dominierten das Unfallgeschehen

Die meisten Unfälle waren Stürze ohne Beteiligung anderer Verkehrsteilnehmerinnen oder Verkehrsteilnehmer. Bei jedem zehnten Unfall kam es zu einem Zusammenstoß mit einem Kraftfahrzeug. Zusammen entfielen auf diese beiden Unfallarten nahezu 95 Prozent der Fälle.

Besonders oft waren Kopf und Hals sowie die oberen Extremitäten betroffen. Unter den Knochenbrüchen traten Unterarmfrakturen am häufigsten auf. Mehr als ein Drittel der Kinder hatte mehrere Verletzungen gleichzeitig, bei rund 13 Prozent waren es mehr als drei. Rund jedes sechste Kind wurde stationär aufgenommen, mehr als sieben Prozent mussten operiert werden. Ein Kind starb nach einer Kollision mit einem Auto an schweren Verletzungen.

Helmquote niedrig, September mit Höchstwert

Nachweislich einen Helm trugen nur 17 Prozent der verletzten Kinder und Jugendlichen, während 83 Prozent ohne Helm unterwegs gewesen waren. Die Zahl der Verletzten ging nach den Sommerferien nicht zurück, sondern erreichte im September ihren höchsten Wert. Als Ursache vermuten die Forschenden, dass nach Schulbeginn wieder mehr Kinder und Jugendliche E-Scooter nutzen.

Seit 1. Mai 2026 gilt in Österreich für E-Scooter eine Helmpflicht bis zum 16. Lebensjahr. Außerdem sind Klingel und Blinker vorgeschrieben. Auf Gehsteigen ist das Fahren untersagt. Grundsätzlich beträgt das Mindestalter zwölf Jahre, mit Radfahrausweis neun Jahre.

Zum World Brain Day unterstreicht die Grazer Kinderchirurgie die Bedeutung des Helmschutzes. Die Fachleute empfehlen Eltern, sicheres Fahren mit ihren Kindern zu üben und auf einen Helm bei jeder Fahrt zu achten.

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