Österreichs Gasspeicher sind zu 65 Prozent gefüllt
Bild mit KI erstellt Die strategische Gasreserve ist bis April 2029 verlängert. Am 23. August lagen 65,4 TWh Gas in österreichischen Speichern.
Zum Stichtag 23. August 2026 waren in Österreichs Gasspeichern 65,4 Terawattstunden Gas eingespeichert. Das entsprach einem Füllstand von 65 Prozent.
Der Füllstand lag damit über dem europäischen Durchschnitt von 62 Prozent.
Strategische Gasreserve gilt bis April 2029
Die strategische Gasreserve wurde bis April 2029 verlängert und bleibt ein Schutz vor möglichen Versorgungsengpässen und geopolitischen Risiken. Zur Absicherung der Gasversorgung zählen zudem verpflichtende Gasvorräte für Kraftwerke sowie besonders geschützte Reserven von Industriebetrieben.
Österreich ist neben Lettland das einzige EU-Land, das mehr als seinen Jahresverbrauch auf eigenem Staatsgebiet einspeichern kann. Einer jährlichen Gasnachfrage von 75 bis 80 Terawattstunden steht eine Gesamtkapazität der österreichischen Gasspeicher von 100 Terawattstunden gegenüber.
Nach Angaben des Ministeriums entsprechen die bereits eingespeicherten Mengen 87 Prozent des österreichischen Jahresverbrauchs. Für Deutschland nennt die Aussendung 14 Prozent des Jahresverbrauchs.
Christoph Dolna-Gruber von der Österreichischen Energieagentur verwies auf die Bedeutung der Gasspeicher in der kalten Jahreszeit. Die gespeicherten Mengen, stabile Importe und die verstärkte inländische Erzeugung in Wittau ließen zuversichtlich auf den Winter blicken. In Deutschland seien die Speicher derzeit nur rund zur Hälfte gefüllt. Als Hauptgrund nennt das Ministerium den fehlenden wirtschaftlichen Anreiz zur Einspeicherung wegen hoher Gaspreise. Eine Megawattstunde Gas koste an der Börse derzeit 66 Euro, vor einem Jahr seien es 33 Euro gewesen. Die deutschen Behörden appellieren an Marktteilnehmer, die Einspeicherung voranzutreiben, und erwägen ein ähnliches Modell wie Österreich.
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