Rettung bei Gyirong nach Dammbruchgefahr fortgesetzt
Bild mit KI erstellt Nach einer Pause wegen eines überlaufenden Sees sind die Rettungsarbeiten bei Gyirong wieder aufgenommen worden.
Bei Gyirong ist der Such- und Rettungseinsatz nach einer Unterbrechung wieder angelaufen. Wegen der Gefahr einer weiteren Flut hatten die Teams etwa 90 Minuten pausiert.
An einer Flussmündung hatte ein Erdrutsch einen See geschaffen, der nach einer Schätzung rund drei Millionen Kubikmeter Wasser fasst. Wasser lief über dessen Damm, zugleich nahm der Pegel des Flusses darunter zu. Menschen im betroffenen Gebiet sollten sich in höher gelegenes Gelände begeben.
Kameras sollen möglichen Dammbruch überwachen
Überwachungskameras wurden aufgestellt, um einen möglichen Dammbruch zu verfolgen und Einsatzkräfte flussabwärts rechtzeitig zu warnen. Für die kommenden drei Tage sind Niederschläge vorhergesagt.
Sollten die Regenfälle Zufahrtswege zerstören oder unpassierbar machen, könnte der Zugang zum Katastrophengebiet zusätzlich erschwert werden.
Mindestens 472 Todesopfer bestätigt
In Nepal wurden 469 Tote geborgen, China meldete mindestens drei weitere Todesopfer. 1545 Verletzte und Gestrandete konnten gerettet werden.
In Nepal galten zuletzt 977 Menschen als vermisst. Aus China wurden 558 Vermisste gemeldet, darunter 260 ausländische Staatsangehörige. Unter den Vermissten sind auch acht Deutsche. Der Zustand vieler geborgener Leichen erschwert ihre Identifizierung.
An Staudämmen und Gebäuden entstanden schwere Schäden, Brücken wurden fortgerissen. Eine Schlammlawine überrollte den Grenzübergang Gyirong, eine wichtige Verbindung für Tourismus und Handel nach Nepal. Als wahrscheinlichste Ursache der Sturzflut gilt ein Gletschersturz auf nepalesischer Seite, abschließend geklärt ist die Ursache jedoch nicht.
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