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APG liefert ersten 175-Tonnen-Trafoschenkel nach Kronstorf

Der erste von zehn Trafoschenkeln für das Umspannwerk Kronstorf ist angeliefert worden und gehört zu einem neuen 380/220-kV-Transformator.

Die Austrian Power Grid AG hat in der Nacht von Montag auf Dienstag den ersten von insgesamt zehn Trafoschenkeln für das Umspannwerk Kronstorf angeliefert.

Das rund 175 Tonnen schwere Bauteil ist Teil eines neuen 380/220-kV-Transformators. Mit der Anlieferung erreicht der Ausbau des Umspannwerks einen wichtigen Meilenstein. Die neuen Transformatoren schaffen die Voraussetzungen für die Einbindung des künftig entstehenden 220-kV-Versorgungsrings im Zentralraum Oberösterreich.

Am 5. September startete der 7,6 Meter lange, vier Meter breite und 4,6 Meter hohe Trafoschenkel mit dem Zug vom Siemens-Energy-Werk in Weiz zum Bahnhof Enns. Dort wurde er mit einem speziellen Hubgerüst auf einen PST-Selbstfahrer mit zehn Fahrachsen verladen. Nach einer ab 22 Uhr geltenden Streckensperre durch die Stadt Enns führte der ferngesteuerte Transport über rund 13 Kilometer zum Umspannwerk Kronstorf. Die Fahrt dauerte rund dreieinhalb Stunden und verlief teilweise entlang der Enns.

Weitere Trafoschenkel folgen bis 2029

Der Trafoschenkel wird in den kommenden Tagen auf sein Fundament gezogen. Bis Anfang November werden zwei weitere baugleiche Schenkel angeliefert. Die drei Schenkel bilden einen neuen 380/220-kV-Großtransformator mit einer Leistung von rund 550 Megavoltampere.

Bis zum Abschluss der Arbeiten im Umspannwerk Kronstorf im Jahr 2029 werden sieben weitere baugleiche Trafoschenkel angeliefert. Daraus entstehen zwei weitere Großtransformatoren, außerdem bleibt ein Reserveschenkel verfügbar.

Im Umspannwerk Kronstorf laufen seit 2024 Aus- und Umbauarbeiten. Das Projekt „Sichere Stromversorgung Zentralraum Oberösterreich“ wird von APG, Netz OÖ und LINZ NETZ umgesetzt. Die drei Partner investieren rund 800 Millionen Euro in einen neuen 220-kV-Versorgungsring, der die über 70 Jahre alte 110-kV-Anspeisung des Zentralraums Oberösterreich ersetzen soll. Die Fertigstellung des Projekts ist für 2030 geplant.

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