Erstes Kind wechselt aus Wiener Auszeit-WG in Folgemaßnahme
Bild mit KI erstellt Das erste Kind ist aus der Auszeit-WG in eine Folgemaßnahme gewechselt. Zugleich prüft die Interne Revision Vorwürfe zur Führungskultur im Marktamt.
Bildungs- und Jugendstadträtin Bettina Emmerling (NEOS) berichtete im Wiener Gemeinderat, das erste Kind habe die Auszeit-WG verlassen und sei nach der Entlassung in eine Folgemaßnahme gewechselt. Bei diesem Kind sei die Betreuung gut gelungen.
Die Einrichtung soll Gewalt und Kriminalität bei unter 14-Jährigen entgegenwirken und ist Teil eines gemeinsam mit der Polizei entwickelten Maßnahmenplans. Die intensive Betreuung dauert sechs bis zwölf Wochen. In dieser Zeit wird mit den Kindern an ihren bisherigen Taten gearbeitet und gemeinsam nach einer positiven Perspektive gesucht.
Emmerling zufolge gab es vor allem Kritik am pädagogischen Setting. Sie halte das Heimaufenthaltsgesetz persönlich nicht für eine passende Grundlage. Vor einer Aufnahme müssten andere Maßnahmen ausgeschöpft und ein richterlicher Beschluss eingeholt werden. Das mache das Verfahren kompliziert und führe zu langen Vorlaufzeiten. Emmerling sprach sich für eine bundesweit einheitliche rechtliche Lösung aus. Im regulären Jahresbetrieb sollen bis zu 16 Kinder betreut werden. Dafür sind rund 60.000 Euro pro Kind budgetiert. Derzeit sind bis zu zehn Kinder Kandidat*innen für die WG.
Emmerling leitete die Dokumentation zu Marktamt-Vorwürfen weiter
Zu den Vorwürfen gegen die Marktamtsleitung sagte Emmerling, sie sei zunächst mündlich über Beschwerden informiert worden. Am 29. Juni erhielt sie eine schriftliche Dokumentation und leitete diese direkt an die Magistratsdirektion weiter. Danach wurden Untersuchungen eingeleitet und die Interne Revision mit der Prüfung beauftragt.
Emmerling verurteilte die bekannt gewordenen Aussagen und Vorwürfe zur Führungskultur und forderte eine lückenlose Aufklärung sowie entsprechende Konsequenzen. Sie habe bereits mit vielen Mitarbeiter*innen des Marktamts gesprochen und betonte, diese dürften wegen der Vorwürfe nicht pauschal verunglimpft werden. Eine neue Leitung der Abteilung solle ebenfalls zur Wiederherstellung der Reputation beitragen. Für Beschwerden gebe es verschiedene Anlaufstellen, auch anonyme. Die entsprechenden Strukturen und Möglichkeiten seien bereits vorhanden.
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