Klinik Ottakring öffnet chronisch verschlossenes Herzkranzgefäß
Bild mit KI erstellt Beim Patienten gingen nach dem Eingriff die Beschwerden zurück, seine körperliche Leistungsfähigkeit verbesserte sich.
Ein Team der Klinik Ottakring hat ein chronisch verschlossenes Herzkranzgefäß mit speziellen Kathetertechniken wieder durchgängig gemacht. Alexander Geppert, Vorstand der kardiologischen Abteilung, und sein Team arbeiteten dabei mit dem japanischen Herzspezialisten Prof. Masahisa Yamane zusammen.
Der Patient hatte wegen des Verschlusses schon bei leichter körperlicher Belastung Brustschmerzen und Atemnot. Alltägliche Aktivitäten wurden dadurch zunehmend schwierig. Nach dem Eingriff gingen die Beschwerden deutlich zurück, und seine körperliche Leistungsfähigkeit verbesserte sich. Er kann sich nach eigenen Angaben wieder ohne Schmerzen bewegen und ist nicht ständig außer Atem.
Vorgehensweisen werden laufend angepasst
Bei einem chronischen Verschluss ist ein Gefäß über längere Zeit vollständig verschlossen und lässt sich nicht einfach mit Draht und Ballonkatheter passieren. Bei langen Verschlussabschnitten kann der Gefäßverlauf unklar sein. Der mehrstündige Eingriff erfordert besondere Techniken und ein eingespieltes Team. Je nach Situation werden verschiedene Vorgehensweisen kombiniert und laufend angepasst.
Nach der Öffnung stabilisierte das Team das Gefäß teilweise mit medikamentenbeschichteten Stents. Zusätzlich kamen medikamentenbeschichtete Ballons zum Einsatz, die einen Wirkstoff direkt an die Gefäßwand abgeben und einer erneuten Verengung entgegenwirken können. Ein Stent bleibt dauerhaft im Gefäß, ein beschichteter Ballon wird nach 30 bis 90 Sekunden wieder entfernt. Welche Methode infrage kommt, wird individuell entschieden, häufig werden beide kombiniert.
Bei dem Patienten war zunächst die genaue Beurteilung der Herzkranzgefäße entscheidend. Anhand der Befunde und Beschwerden wird entschieden, ob eine Wiederherstellung der Durchblutung sinnvoll ist und ob dafür eine Katheterbehandlung oder eine Bypassoperation infrage kommt.
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