Vorwürfe am Marktamt: FPÖ und ÖVP fordern Aufklärung
Bild mit KI erstellt NEOS verwies auf interne Ermittlungen und Konsequenzen. ÖVP-Gemeinderätin Olischar kritisierte zudem die Kontroll- und Schutzmechanismen der Stadt.
Die ÖVP-Gemeinderätin Elisabeth Olischar sprach im Wiener Gemeinderat schwere Vorwürfe von Mobbing, Sexismus und Rassismus sowie ein Klima der Angst beim Marktamt an.
FPÖ-Stadtrat Dominik Nepp kritisierte, die gestellten Fragen seien aus seiner Sicht unzureichend beantwortet worden. Er warf Bürgermeister Ludwig in Sachen Glaubwürdigkeit und Ehrlichkeit vor, zu „vertuschen und leugnen“. Nepp berichtete außerdem von Beschwerden über die Ineffizienz des Bedienstetenschutzes.
Nepp fordert Aufklärung und schärfere Kontrollen
Nepp verlangte Aufklärung zu Aufträgen des Marktamts für Giveaways, Geschenke, Fotoproduktionen und Kooperationen mit Künstlerinnen und Künstlern. Er hinterfragte auch Zahlungen an Verlage für Bücher und an Künstler für CDs sowie die Anschaffung einer historischen Berkel-Maschine, die sich für ihn nicht mit Schulungszwecken rechtfertigen lasse. Zudem stehe für ihn im Raum, dass der Stadtrechnungshof bewusst hinters Licht geführt worden sei. Nepp forderte eine Nachschärfung der Kontrollwerkzeuge und -mechanismen des Stadtrechnungshofs.
Olischar sprach auch die historische Wurstschneidemaschine, das angebliche Schönen von Zahlen und das Anlegen von Fake-Profilen in sozialen Medien an. Sie ortete ein Systemversagen bei der Aufklärung von Vorfällen und beim Nachgehen von Hinweisen. Mitarbeiterinnen hätten sich mehrfach an verschiedene Anlaufstellen gewandt, Beschwerden seien aber offenbar abgelegt und nicht intern weitergetragen worden. Der ehemalige Marktamtsleiter sei zunächst innerhalb der Stadt versetzt worden. Strengere Konsequenzen ließen nach Olischars Darstellung weiter auf sich warten. Sie forderte mehr Schutz für Mitarbeiterinnen und verbesserte interne Kontrollsysteme.
NEOS-Gemeinderätin Selma Arapović sagte, nach Bekanntwerden der Vorwürfe seien interne Ermittlungen eingeleitet und Konsequenzen gezogen worden. Sie betonte die Bedeutung des Marktamts und der Märkte für die Grätzl und wandte sich dagegen, alle Beschäftigten über einen Kamm zu scheren.
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