Ministerrat erhöht ERP-Kreditvolumen auf 550 Millionen Euro
Bild mit KI erstellt Der Ministerrat erhöht das ERP-Kreditvolumen auf 550 Millionen Euro. Ab 1. Oktober gelten für neun Schlüsseltechnologien niedrigere Zinsen.
Der Ministerrat hat das ERP-Kreditprogramm wegen der erhöhten Nachfrage von 500 auf 550 Millionen Euro aufgestockt. Das ursprünglich vorgesehene Jahresvolumen für 2026 war bereits vollständig ausgeschöpft.
Die zusätzlichen 50 Millionen Euro stammen aus nicht ausgeschöpften Kreditzusagen aus Vorjahren. Damit können auch im Herbst weitere Investitionsvorhaben in Österreich finanziert werden. Bisher gestellte Anträge können weiterhin von günstigen ERP-Kreditkonditionen profitieren.
Neun Schlüsseltechnologien erhalten günstigere Kredite
Die neun Schlüsseltechnologien der Industriestrategie Österreich 2035 werden als Schwerpunkt im Programm verankert. Für Investitionen in diesen Bereichen erhalten Unternehmen einen Zinsvorteil von 0,25 Prozentpunkten gegenüber dem Standardzinssatz. Ab 1. Oktober 2026 beträgt der Zinssatz 2,375 statt 2,625 Prozent pro Jahr.
Bei einem ERP-Kredit über 3,5 Millionen Euro kann die Zinsersparnis über die gesamte Laufzeit bis zu 50.000 Euro betragen. Das Programm bietet zinsgünstige Kredite für Gründung, Modernisierung, Wachstum und Innovation. Betriebe können damit etwa Maschinen anschaffen, Produktionsanlagen erweitern oder ihre Fertigung digitalisieren. Abgewickelt wird es über die Förderbank des Bundes, die Austria Wirtschaftsservice.
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer erklärte, die zusätzlichen Mittel sollten mehr technologische Wertschöpfung nach Österreich holen und die Abhängigkeit von anderen Wirtschaftsräumen verringern. Staatssekretärin Elisabeth Zehetner verwies auf Energietechnologien: Investitionen könnten laut ihr die Wettbewerbsfähigkeit stärken und zugleich die Abhängigkeit von Energieimporten verringern.
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