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Österreich hat wenige offene Lehrstellen, viele Abgänge sind frühBild mit KI erstellt

Nur rund ein Prozent der Lehrstellen ist unbesetzt. Zugleich verlassen 69,2 Prozent der ausgebildeten Lehrkräfte, die ausscheiden, den Beruf früh.

Die OECD hat mit „Education at a Glance 2026“ ihren jährlichen internationalen Bildungsbericht vorgelegt. Er vergleicht die Bildungssysteme der OECD- und EU-Mitgliedstaaten und behandelt Bildungsbeteiligung, Abschlüsse, Investitionen und die Situation der Lehrkräfte. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Lehrkräftemangel und der Attraktivität des Lehrberufs.

In der Primar- und Sekundarstufe sind rund ein Prozent der Lehrstellen unbesetzt. Österreichs Abgangsquote aus dem Lehrberuf beträgt 5,8 Prozent. Sie liegt unter dem OECD-Schnitt von 6,4 Prozent und dem EU-Schnitt von 6,9 Prozent.

69,2 Prozent der ausscheidenden Lehrkräfte gehen früh

Von den voll ausgebildeten Lehrkräften, die den Beruf verlassen, tun dies 69,2 Prozent innerhalb der ersten fünf Jahre. Der OECD-Schnitt liegt bei 37,5 Prozent. Für diesen Indikator liegen Daten aus 14 OECD- beziehungsweise EU-Ländern vor. Bildungsminister Christoph Wiederkehr fordert, die Arbeitsbedingungen weiter zu verbessern und den Lehrberuf attraktiv zu halten.

In der Sekundarstufe I sind 81,6 Prozent der Lehrkräfte mit ihren Beschäftigungsbedingungen zufrieden, 71,9 Prozent mit ihrer Bezahlung. Der Anteil der Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger in dieser Schulstufe beträgt laut der OECD-Studie „Teaching and Learning International Survey“ (TALIS) 2024 in Österreich 6,8 Prozent. Der OECD-Durchschnitt liegt bei 8,4 Prozent.

Österreich liegt bei Bildungsabschlüssen und Betreuung über Vergleichswerten

86,8 Prozent der 25- bis 64-Jährigen in Österreich haben zumindest einen Abschluss der Sekundarstufe II. Der OECD-Schnitt beträgt 81,3 Prozent, der EU-Schnitt 84,8 Prozent. Im Elementarbereich besuchen 93,4 Prozent der Vierjährigen und 97,2 Prozent der Fünfjährigen eine frühkindliche Bildungseinrichtung. Bei den Dreijährigen sind es 81,3 Prozent, gegenüber 77,1 Prozent im OECD-Schnitt.

Für Schülerinnen und Schüler der Primar- und Sekundarstufe werden jährlich durchschnittlich 19.508 US-Dollar ausgegeben. Der OECD-Schnitt liegt bei 14.432 US-Dollar, der EU-Schnitt bei 14.004 US-Dollar. Österreich erreicht damit Rang vier im OECD-Vergleich und Rang zwei innerhalb der EU. Im Elementarbereich werden pro Kind jährlich durchschnittlich 16.403 US-Dollar aufgewendet. Österreich liegt damit auf Rang fünf innerhalb der EU.

In der Primarstufe kommen durchschnittlich zwölf Schülerinnen und Schüler auf eine Lehrkraft, in der Sekundarstufe I und II jeweils neun. Eine Primarstufenklasse besuchen durchschnittlich rund 19 Kinder, eine Klasse der Sekundarstufe I rund 21 Schülerinnen und Schüler.

Der Anteil der 18- bis 24-Jährigen, die weder beschäftigt noch in Ausbildung sind, ist von 12,6 auf 13,2 Prozent gestiegen. Österreich liegt damit auf dem Niveau des EU-Schnitts von 13,2 Prozent und unter dem OECD-Schnitt von 14 Prozent. 59,4 Prozent der Jugendlichen schließen die Ausbildung der Sekundarstufe II innerhalb der theoretischen Mindestdauer ab. Nach zwei zusätzlichen Jahren steigt der Anteil auf 77,6 Prozent und bleibt damit unter dem internationalen Vergleichswert von 84,9 Prozent. Wiederkehr sagte, der landesweite Lehrkräftemangel, der vor einigen Jahren gravierend gewesen sei, habe zurückgedrängt werden können. Investitionen und Reformen müssten bei den Schülerinnen und Schülern ankommen, besonders bei jenen mit hohem Unterstützungsbedarf.

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