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Wiener Sozialorganisationen warnen vor weiteren KürzungenBild mit KI erstellt

Für die kommenden Jahre zeichnen sich in den Verhandlungen mit der Stadt Wien weitere drastische finanzielle Einschnitte ab.

VertretungsNetz berichtet, dass sich in den Verhandlungen mit der Stadt Wien für die kommenden Jahre weitere drastische finanzielle Einschnitte abzeichnen. Das Bündnis „Wien bleibt anders“ erklärte, diese gefährdeten den sozialen Zusammenhalt und hätten Folgen für zahlreiche Personengruppen.

Bereits Ende vergangenen Jahres wurden in Wien nach Angaben von VertretungsNetz wegen des Spardrucks zahlreiche Projekte und Initiativen im Gesundheits- und Sozialbereich gestrichen oder reduziert sowie Förderungen gekürzt. Darunter waren Arbeitsmarktprojekte für Menschen mit Suchterkrankungen und intellektuellen Beeinträchtigungen sowie Anlaufstellen für Menschen mit chronischen psychischen Erkrankungen.

Gerlinde Heim warnt vor Folgen fehlender Unterstützung

Gerlinde Heim, Geschäftsführerin von VertretungsNetz, warnte, Einsparungen bei sozialen Organisationen träfen vulnerable Menschen besonders hart. Sie erklärte, dadurch würden Selbstbestimmung und Teilhabe gefährdet sowie Armut, Abhängigkeit und Ausgrenzung gefördert. Fielen notwendige Unterstützungsangebote weg, entstünden laut Heim hohe Folgekosten.

Als mögliche Folgen fehlender niederschwelliger Angebote nannte Heim, dass Menschen ohne Integration in den Arbeitsmarkt auf Sozialhilfe angewiesen blieben. Bei wegfallender Sozialarbeit oder Unterstützung für Angehörige könne der Bedarf an Erwachsenenvertretungen und psychiatrischen Unterbringungen steigen. Menschen mit Pflege- oder Betreuungsbedarf seien ohne ausreichende Hilfe für ein selbstbestimmtes Leben zu Hause eher auf einen Heimplatz angewiesen, der mit deutlich höheren Kosten verbunden sei.

Bei der Mindestsicherung wurden bereits im vergangenen Jahr Kürzungen beschlossen. Laut VertretungsNetz verlieren Personen mit dauerhaftem Bezug, darunter viele Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen, durch die Halbierung der Sonderzahlungen bis zu 3.000 Euro im Jahr. Heim verwies außerdem auf den UN-Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen, der bei Österreichs letzter Staatenprüfung vor drei Jahren mit Nachdruck darauf hingewiesen habe, dass die Bundesländer Angebote zur gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ausbauen müssen. Die angekündigten Einsparungen bezeichnete Heim als Rückschritt.

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