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KI-generiertes Bild: Hände an einem Laptop mit digitaler Formularoberfläche auf einem Holztisch.KI-Bild

Die Plattform ist seit knapp einem Monat in allen Bezirken im Echtbetrieb. Rund 50 Einreichungen sind bereits eingelangt.

Seit knapp einem Monat befindet sich die digitale Verfahrensplattform des Landes Tirol im Echtbetrieb. Inzwischen ist sie in sämtlichen Bezirken verfügbar. Die Plattform verzeichnet bereits rund 50 Einreichungen. Für das Land markiert sie österreichweit ein Novum: Gewerberechtliche Betriebsanlagenverfahren lassen sich damit erstmals webgestützt abwickeln. Über die Plattform können diese Verfahren vom Antrag bis zum fertigen Bescheid vollständig online geführt werden. Auch die laufenden Schritte dazwischen lassen sich digital erledigen.

Vor knapp einem halben Jahr kam die Plattform zum ersten Mal an der Bezirkshauptmannschaft Schwaz zum Einsatz. Die in Schwaz gemachten Erfahrungen dienten dazu, die Plattform zu verbessern und sie später an allen Bezirkshauptmannschaften verfügbar zu machen.

Unternehmen rufen Verfahrensstände online ab

Für Antragsteller:innen steht ein Formular bereit, mit dem sie ihre Unterlagen elektronisch einreichen können. Unternehmen finden ihre Verfahren in der Plattform Digital Service Tirol gebündelt dargestellt. Der aktuelle Stand ihrer Verfahren ist für Unternehmen jederzeit einsehbar, unabhängig von Ort und Zeit. Weitere Daten können sie digital nachreichen und elektronische Akteneinsicht beantragen.

Der Status lässt sich auch bei Einreichungen auf Papier online einsehen. Beteiligte sehen ihn bereits bei knapp 200 Verfahren online. Für jedes Verfahren lässt sich der Zugang für mehrere Personen einrichten, etwa für Antragsteller:innen und Planer:innen. Insgesamt umfasst das System fast 700 Zugriffsberechtigungen.

Die Plattform senkt für Unternehmen den Papier-, Zeit- und Kostenaufwand. Bei umfangreichen Einreichungen können Kosten von deutlich über 1.000 Euro anfallen. Der digitale Überblick schafft Transparenz. Unterlagen können rasch an die am Verfahren beteiligten Stellen verteilt werden, was auch die Arbeit der Behörden erleichtert.

Landeshauptmann Anton Mattle sagt, Unternehmen könnten Anträge jederzeit und unabhängig von Öffnungszeiten digital einbringen. Er nennt schnellere, einfachere und bessere Verfahren als Ziel des Tirol Konvents. Die Verwaltung solle vereinfacht, unnötige Hürden abgebaut und die Zusammenarbeit zwischen Behörden und Praktikern verbessert werden. Wirtschafts- und Digitalisierungslandesrat Mario Gerber betont, Digitalisierung müsse Betrieben und Verwaltung konkreten Nutzen bringen. Einfachere Abläufe und weniger Aufwand stärkten die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Tirol.

Die Plattform wurde im Zuge des Tirol Konvents umgesetzt und soll in den kommenden Monaten und Jahren weiter ausgebaut werden. Als nächster Schritt soll der Mit- beziehungsweise Parallelvollzug verbessert werden. Künftig sollen auch damit verbundene Bauverfahren digital eingebracht und abgewickelt werden können.

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