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Zwei Männer stehen vor einem Bildschirm mit einem Balkendiagramm und halten eine Broschüre.

Für 2027 sind rund 50 Millionen Euro an Investitionen vorgesehen. Die Zahl der Dienstposten sinkt um 54, der Schuldenstand steigt leicht.

Der Budget-Voranschlag der Stadt Innsbruck sieht für 2027 rund 50 Millionen Euro für Investitionen in Schulen, Kindergärten, Bildung, Soziales, den öffentlichen Raum und die Sicherheit vor.

Im sogenannten Saldo 1 stehen die laufenden Einnahmen den Ausgaben gegenüber, Investitionen sind dabei nicht berücksichtigt. Für diesen Bereich weist der Voranschlag einen Überschuss von rund sieben Millionen Euro aus. Damit übersteigen die laufenden Einnahmen der Stadt ihre laufenden Ausgaben. Zum Paket zählen eine laufende Kontrolle des Budgets sowie eine Sperre, die jährlich zehn Prozent des Haushalts umfasst und bis 30. September gilt. Bei städtischen Vorhaben sollen gezielt Schwerpunkte gesetzt werden. Außerdem sind kostengünstigere Vergaben und eine bessere Nutzung von Fördermitteln vorgesehen. Der Finanzbeirat der Stadt berät dazu, wie die kommunalen Finanzen gestaltet werden sollen.

Für 2027 sind weniger Dienstposten vorgesehen, während der Transfersaldo wächst

Für 2027 sind 1.879 Dienstposten vorgesehen, nach 1.933 im Jahr 2025. Eine Nachbesetzung der 54 weggefallenen Dienstposten ist nicht möglich. Erst in den kommenden Jahren soll die Maßnahme die Finanzen verändern. Die Stadt will trotz der Einsparungen sämtliche für die Bevölkerung erforderlichen Leistungen aufrechterhalten.

Die Stadt führt die positive Kommunalsteuerentwicklung als wichtigen Grund für ihre Einnahmen an. Eine ausgewogene Wirtschaftsstruktur mit unterschiedlichen Unternehmen und die gute Entwicklung der regionalen Wirtschaft kommen Innsbruck zugute. Bauprojekte der Innsbrucker Immobiliengesellschaft gibt es beim Sandwirt sowie beim ASKÖ-Sportzentrum in der Reichenau. In der Campagne und am Eichhof sollen zudem neue Gebäude errichtet werden.

Auch der Geldfluss zwischen Innsbruck und dem Land Tirol belastet den städtischen Haushalt. Für Gesundheit, Mindestsicherung, das Tiroler Reha- und Teilhabegesetz sowie Kinderbildung und -betreuung muss die Stadt immer mehr Mittel aufbringen. Bürgermeister und Finanzreferent Johannes Anzengruber sagt, Innsbruck zahle 2027 um 78 Millionen Euro mehr in die Landeskasse ein, als die Stadt vom Land erhalte. Für 2026 nennt die Stadt einen Nettozahlersaldo von 61 Millionen Euro. Innsbrucks Nettozahlersaldo nehme von Jahr zu Jahr deutlich zu.

Für 2027 ist ebenso wie für 2026 eine Begrenzung der Neuaufnahme von Schulden vorgesehen. Der Budgetansatz für 2026 kalkulierte zunächst mit Darlehen von etwa 20 Millionen Euro. Laut Anzengruber musste der Schuldenstand 2026 dennoch nicht erhöht werden. Für 2027 soll er gegenüber 2026 leicht auf rund 220,9 Millionen Euro steigen. Der Anstieg entspricht den Mitteln, die Innsbruck für Investitionsprojekte als vergünstigtes Darlehen aus dem Gemeindeinvestitionsfonds des Landes aufnehmen kann. Weitere Details zu den Investitionsvorhaben und Projekten sollen bei einer Pressekonferenz der Stadtkoalition am 15. November 2026 vorgestellt werden.

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