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Männer in roten Einsatzjacken und Anzügen sitzen an einem Tisch mit Mikrofonen und Wasserflaschen.

Die größte Blackout-Übung des Roten Kreuzes Steiermark dauert zwei Tage. Behörden und Krankenhäuser sind eingebunden.

Die größte Blackout-Übung in der Geschichte des Roten Kreuzes Steiermark dauert zwei Tage. Erstmals wird dabei ein großflächiger Stromausfall im gesamten Bundesland simuliert.

Die Übung wurde mit einer Pressekonferenz eröffnet. Unter Führung des Landesrettungskommandos trainieren alle Bezirksrettungskommanden gemeinsam mit der Landeswarnzentrale, der Stadt Graz, mehreren Bezirksverwaltungsbehörden, dem Krankenhaus der Elisabethinen und der Barmherzigen Brüder in Graz sowie dem Krankenhaus Vorau.

Rotes Kreuz trainiert Versorgung und Kommunikation

Das Szenario beginnt mit einer angenommenen Meldung der Landeswarnzentrale über drohende Probleme im Stromnetz. Daraufhin werden vorbereitete Maßnahmen aktiviert, Sanitäterinnen, Sanitäter und Einsatzoffiziere alarmiert sowie die Führungsstrukturen auf Bezirks- und Landesebene besetzt. Im simulierten Stromausfall brechen Kommunikationswege weg, während Rettungsdienst, medizinische Versorgung und Logistik weiter funktionieren müssen.

Geübt werden die Aufrechterhaltung des Rettungs- und Notarztdienstes, zeitkritische Transporte und die Betreuung von Dauerpatientinnen und Dauerpatienten. Das Landesrettungskommando trainiert die dafür notwendigen Alarmierungs-, Führungs- und Kommunikationsprozesse. Die Kommunikation wird durch voneinander unabhängige Systeme gesichert, darunter ein abgesichertes Intranet, BOS-Funk, Katastrophenfunk und Satellitentelefonie.

Das Rote Kreuz trainiert außerdem den koordinierten Einsatz seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Treibstoffversorgung der Dienststellen und der Fahrzeugflotte. Zur Übung gehören Lagerung, Transport und Verteilung wichtiger Güter und Lebensmittel. Als Partner ist das SPAR-Zentrallager im Süden von Graz eingebunden.

Alle Rotkreuz-Standorte verfügen über eine Notstromversorgung und können ihre Kernfunktionen bei einem Blackout aufrechterhalten. Im Ernstfall dienen sie der Bevölkerung als wohnortnahe Anlaufstellen. Das Rote Kreuz appelliert an die Eigenvorsorge und nennt ausreichende Medikamente, Trinkwasser, haltbare Lebensmittel, vereinbarte Notfallkontakte und Nachbarschaftshilfe als Beiträge zur Entlastung von Krankenhäusern und Rettungsdienst.

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