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KI-generiertes Bild: Eine Person am Seilbahn-Bedienpult, dahinter Gondeln und bewaldete Berge.KI-Bild

Die EU-Kommission rückt Leistbarkeit und Nutzen für die lokale Bevölkerung stärker in den Fokus. Zehetner fordert Rechtssicherheit bei Einheimischentarifen.

Die Europäische Kommission legte einen Plan vor, der den Tourismus nachhaltiger ausrichten soll. Elisabeth Zehetner, Tourismus-Staatssekretärin, steht der Strategie mit Zustimmung gegenüber. Vision T verfolgt für den österreichischen Tourismus eine ausgewogene Entwicklung und neue Ansätze. Auch mehr Wettbewerbsfähigkeit und der angekündigte Abbau von Bürokratie gehören zu den Zielen.

Für die Kommission gewinnen auch leistbare Angebote im Tourismus und ihr konkreter Beitrag für die lokale Bevölkerung an Gewicht. Die Kommission rät den EU-Staaten, geeignete Maßnahmen einzusetzen, damit Angebote leistbar werden. Unter den Menschen in der EU, die nicht touristisch verreisen, verweisen 39 Prozent auf finanzielle Hürden, so die Kommission.

Zehetner pocht auf klare Regeln für Einheimischentarife

Für Zehetner ist die Leistbarkeit ein wichtiger Anknüpfungspunkt für Österreichs Forderung nach Rechtssicherheit bei Einheimischentarifen. Zehetner zufolge müsse die Nutzung touristischer Infrastruktur in Regionen mit starkem Tourismus für die Bevölkerung weiterhin erschwinglich bleiben. „Es braucht klare europäische Rahmenbedingungen, damit die Menschen vor Ort touristische Einrichtungen wie Seilbahnen und Freizeitangebote weiterhin zu leistbaren Preisen nutzen können“, fordert Zehetner.

Österreich verzeichnete 2025 157,3 Millionen Nächtigungen. Das WIFO veranschlagt die Wertschöpfung, die unmittelbar wie mittelbar aus dem Tourismus entsteht, mit 33,1 Milliarden Euro. Ein wichtiges Ziel der Vision T ist eine gleichmäßigere Verteilung der Nachfrage im österreichischen Tourismus über das Jahr. Die übrigen acht Monate verzeichneten 2025 53,5 Prozent der Nächtigungen, während Jänner, Februar, Juli und August als Hauptsaison galten. Für 2035 nennt die Vision T das Ziel, dass die acht Monate außerhalb der Hauptsaison mehr als 60 Prozent aller Nächtigungen ausmachen.

Zehetner begrüßt das von Europa angekündigte Vorhaben, Bürokratie abzubauen. Eine stärkere Konnektivität innerhalb der EU und die Weiterentwicklung des gemeinsamen Tourismusdatenraums können wichtige Impulse für den heimischen Tourismus liefern.

Weniger Bürokratie, gezielte Investitionsförderung, moderne Ausbildungsmöglichkeiten und neue Technologien sollen den wirtschaftlichen Handlungsspielraum der heimischen Tourismusbetriebe erweitern. Zehetner hält eine bessere Zusammenarbeit bei Fachkräften, Digitalisierung und Krisenvorsorge ebenso für wichtig wie den Abbau unnötiger administrativer Belastungen.

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