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Hände einer Person halten Radieschen und Salat über einer Kiste mit GemüseMit KI erstellt

Bei über der Hälfte der Ressorts blieb der Bio-Anteil für 2025 offen, zu Tierwohl-Produkten gab es nach Grünen-Angaben keine Werte.

Die Grünen sehen bei den Bundesministerien erhebliche Lücken bei der Erfassung nachhaltig beschaffter Lebensmittel. Auslöser der Kritik sind Antworten auf parlamentarische Anfragen, erklärte die Landwirtschaftssprecherin Olga Voglauer.

Der Aktionsplan für nachhaltige öffentliche Beschaffung verpflichtet Bundesministerien und nachgeordnete Stellen seit Juli 2021 zu entsprechenden Vorgaben. Nach Voglauers Angaben gibt der Bund jährlich mehr als 66 Mio. Euro für Lebensmittel aus.

Bei über der Hälfte der Ministerien konnte oder wollte man den Bio-Anteil der Einkäufe im Jahr 2025 nicht beziffern, sagte Voglauer. Für Produkte aus Tierwohl-Haltung habe kein Ressort einen Wert genannt.

Vorgesehen sind 30 Prozent der Lebensmittelbudgets für Bio-Produkte. Für Schweinefleisch und Wurst gilt seit dem Vorjahr eine Quote von 50 Prozent aus Tierwohl-Haltung, außerdem sollen sämtliche Fleischwaren von Tieren mit gentechnikfreiem Futter stammen.

Verteidigungsministerium erreichte 3,67 Prozent Bio-Anteil

Das Verteidigungsministerium beschaffte im Vorjahr Lebensmittel um 24,8 Mio. Euro, davon entfielen 910.000 Euro oder 3,67 Prozent auf Bio-Produkte. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner hob in ihrer Antwort regionale Lebensmittel hervor, Voglauer hält regionale Herkunft und Bio jedoch für ergänzende, nicht austauschbare Kriterien.

Auch das Justizministerium mit knapp 22 Mio. Euro, das Wissenschaftsministerium mit fünf Mio. Euro und das Bildungsministerium mit 4,2 Mio. Euro an Lebensmittelbeschaffung konnten nach Voglauers Darstellung keine Angaben zur Erfüllung der Bio-Vorgaben machen. Im Innenministerium lag der Bio-Anteil bei 14,2 Prozent, während Landespolizeikommanden in Oberösterreich, Kärnten und Vorarlberg ihre Quoten kannten.

Voglauer verlangt taugliche Ausschreibungen

Für die übrigen Bundesländer fehlten entsprechende Daten, kritisierte Voglauer und verwies auf mangelnden Willen sowie unzureichendes Monitoring. Sie spricht sich gegen eine Aufweichung der Kriterien aus und verlangt gemeinsam mit der Bundesbeschaffung GmbH Ausschreibungen, die für Lieferanten und Einkäufer praktikabel sind.

Verlässliche Abnahmeverträge könnten Bäuerinnen und Bauern angesichts von Hitze, Dürre und Trockenheit mehr Stabilität und Planungssicherheit geben, sagte Voglauer.

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