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Ein Holztisch ist mit aufgeschlagenen Schulbüchern, einem Notizbuch voller Mathematikaufgaben, einem Stift und einem Glas Wasser bedeckt.Bild mit KI erstellt

Rund 50.000 Schülerinnen und Schüler erhielten laut AK Niederösterreich Nachhilfe oder Lernhilfe.

Nach dem aktuellen AK-Nachhilfemonitoring erhielten im Schuljahr 2025/26 oder im Sommer davor rund 50.000 Schülerinnen und Schüler in Niederösterreich Nachhilfe oder Lernhilfe. Das entspricht mehr als einem Viertel, konkret 26 Prozent. Beinahe sechs von zehn dieser Schülerinnen und Schüler nutzten bezahlte Nachhilfeangebote.

Eltern in Niederösterreich gaben insgesamt knapp 23 Millionen Euro für Nachhilfe aus. Im Durchschnitt kostete sie rund 780 Euro pro Schüler:in und Schuljahr. Für mehr als die Hälfte der Familien mit bezahlter Nachhilfe war die finanzielle Belastung spürbar bis sehr stark. Sechs von zehn Schüler:innen lernen mindestens einmal pro Woche gemeinsam mit ihren Eltern, ein Viertel fast täglich.

78 Prozent der Eltern fühlen sich zeitlich belastet

78 Prozent der Eltern fühlen sich durch das gemeinsame Lernen zeitlich belastet. 32 Prozent fällt es schwer, Lernstoff zu erklären oder Wissen zu überprüfen. 68 Prozent fühlen sich durch unklare Anforderungen bei Schulaufgaben belastet. Mehr als zwei Drittel der Betroffenen berichten, dass Helfen und Beaufsichtigen beim Lernen zu Ärger und Konflikten in der Familie führt.

Nachhilfe wird am häufigsten in Mathematik benötigt, gefolgt von Deutsch und Fremdsprachen. 33 Prozent nutzen sie, um eine negative Note zu verhindern, 21 Prozent zur Vorbereitung auf Entscheidungsprüfungen. Der Anteil jener, die Nachhilfe zum besseren Verständnis des Unterrichtsstoffs nutzen, sank von 34 auf 24 Prozent. Die AK Niederösterreich bewertet Nachhilfe damit zunehmend als Notfallplan statt als frühzeitige Unterstützung.

Die AK Niederösterreich fordert mehr Personal und Ressourcen für Schulen sowie den Ausbau kostenloser Lernförderung. Sie verlangt zudem gezielte Unterstützung für Schulen mit besonderen Herausforderungen, den Ausbau von Ganztagsschulen und qualitätsvoller Nachmittagsbetreuung, eine finanzielle Entlastung der Familien und ausreichende Schulbudgets für Lernmaterialien. IFES führte die repräsentative Studie im Auftrag der Arbeiterkammer von Mitte März bis Ende Mai 2026 bei Eltern von Schulkindern durch. In Niederösterreich umfasste die Stichprobe 683 Schulkinder in 451 Haushalten.

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