VGT-Mahnwache in Amstetten: Kritik an Kontrollen
Bild mit KI erstellt Der VGT hielt vor dem Schweinemastbetrieb und der Bezirkshauptmannschaft Amstetten eine Mahnwache ab und verlangte Änderungen am Kontrollsystem.
Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) veranstaltete am Donnerstag eine Mahnwache vor dem betroffenen Schweinemastbetrieb und vor der Bezirkshauptmannschaft Amstetten.
Die Organisation beanstandete das Kontrollsystem. Nach Darstellung des VGT würden Anzeigen nicht ausreichend ernst genommen, Kontrollen nicht vollständig durchgeführt und Missstände mit Nachbesserungsaufträgen erledigt. Bei Anklagen wegen Tierquälerei seien Freisprüche und Diversionen wegen des geringen Strafmaßes häufig, erklärte der Verein.
VGT verlangt Änderungen bei Kontrollen
Der VGT sieht rechtliche und budgetäre Lücken und verlangte für extreme Fälle eine gesetzliche Neuregelung. Er verwies dabei auf die Agrarstrukturerhebung 2023, nach der auf 75.559 Landwirtschaftsbetriebe in Österreich nur wenige hundert Amtstierärztinnen und Amtstierärzte kämen.
Betroffene hätten dem VGT wiederholt geschildert, als Kontrollorgane nahezu handlungsunfähig zu sein. Betriebstierärztinnen und Betriebstierärzte stünden in einem Vertragsverhältnis zu den Betrieben. Amtstierärztinnen und Amtstierärzte könnten in den meisten Fällen nur Nachbesserungen verlangen, die der VGT als wirkungslos bezeichnete.
Am Dienstag wurde das Ausmaß der Missstände in dem Betrieb bekannt. Dort wurden rund 400 verendete, teils bereits verweste Schweine entdeckt. Die Ermittlungen ergaben außerdem einen Fehlbestand von etwa 1.000 Tieren. Im Vorjahr erstickten dort nach einem Lüftungsausfall 55 Schweine. Die Landesveterinärdirektion erklärte, eine Amtstierärztin sei damals vor Ort gewesen. Da die Lüftung bei ihrem Besuch am 13. Mai 2025 bereits repariert gewesen sei, habe kein Anlass für eine weitere Kontrolle bestanden. Ein Versagen der Behörden bei den Kontrollen weist die Landesveterinärdirektion zurück.
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