Schweiz und China einigen sich auf weitgehend zollfreien Handel
Bild mit KI erstellt 99,8 Prozent der Schweizer Exporte sollen künftig zollfrei nach China gelangen, nachdem die Gespräche über das Abkommen beendet wurden.
Die Schweiz und China haben die Gespräche zur Überarbeitung ihres Freihandelsabkommens beendet. Bundespräsident Guy Parmelin und Chinas Handelsminister Wang Wentao gaben das Ergebnis bei einem Treffen in Bern bekannt.
99,8 Prozent der derzeitigen Schweizer Ausfuhren sollen künftig ohne Zoll auf den chinesischen Markt gelangen. Nach dem bisherigen Abkommen galt das nur für rund die Hälfte der Schweizer Exporte, während fast alle chinesischen Einfuhren in die Schweiz bereits zollfrei waren.
Abkommen bezieht digitalen Handel und Dienstleistungen ein
Die Überarbeitung betrifft außerdem Ursprungsregeln, Handelserleichterungen, den Dienstleistungshandel, den digitalen Handel, Wettbewerb sowie die wirtschaftliche und technische Zusammenarbeit. Schweizer Investoren erhalten durch das Abkommen Zugang zum chinesischen Markt.
Die Bestimmungen zu Umweltfragen und Arbeitsrechten werden erweitert und gefestigt. Vor der Unterzeichnung sollen die Vertragstexte rechtlich bereinigt werden.
Die Unterzeichnung wird im Laufe des Jahres 2026 angestrebt. Danach folgen in beiden Ländern die innerstaatlichen Genehmigungsverfahren.
Das ursprüngliche Freihandelsabkommen besteht seit 2014. Die Gespräche über seine Optimierung wurden im September 2024 offiziell begonnen und nach fünf Verhandlungsrunden abgeschlossen. China ist nach der EU und den USA der drittwichtigste Handelspartner der Schweiz. Der Bundesrat sieht im überarbeiteten Abkommen einen verbesserten und gesicherten Marktzugang sowie breiter gestreute Absatzmärkte für Schweizer Unternehmen.
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