AK und ÖGB fordern Bonus-Malus-System für Ältere
Bild mit KI erstellt AK und ÖGB wollen Betriebe stärker für die Beschäftigung Älterer in die Verantwortung nehmen und im Herbst ein Modell vorlegen.
Arbeiterkammer und ÖGB fordern seit Jahren ein Bonus-Malus-System bei der Älterenbeschäftigung. Sie begrüßen, dass sich Seniorenvertreterinnen und die Alterssicherungskommission der Initiative anschließen.
Beide Organisationen verlangen ein Ende der einseitigen Debatte über Pensionskürzungen und ein höheres gesetzliches Antrittsalter. Nach Angaben von AK-Sozialversicherungsleiter Wolfgang Panhölzl steigt das faktische Pensionsantrittsalter bereits.
Bonus-Malus-System soll Betriebe stärker in die Pflicht nehmen
Panhölzl fordert Betriebe, die ältere Menschen auch tatsächlich beschäftigen. Rund 30 Prozent der Betriebe ab 20 Beschäftigten beschäftigen niemanden über 60. Mehr als die Hälfte dieser Betriebe beschäftigt keine einzige Frau über 60.
ÖGB-Bundesgeschäftsführerin Helene Schuberth verlangt, Unternehmen müssten Verantwortung übernehmen. Betriebe, die ältere Beschäftigte halten und einstellen, sollen belohnt werden. Wer kaum ältere Menschen beschäftigt, soll einen finanziellen Beitrag leisten. AK und ÖGB bezeichnen das System nicht als Strafsystem, sondern als fairen Ausgleich zwischen diesen Betrieben.
AK und ÖGB haben ein Modell erarbeitet und wollen es im Herbst vorstellen. Nach ihren Angaben handelt es sich um einen konkreten, durchgerechneten Vorschlag.
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