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Hattmannsdorfer fordert European Production AgendaBild mit KI erstellt

Der Wirtschaftsminister verlangt für Europas Autoindustrie Technologieoffenheit und einen Wettbewerbsfähigkeitscheck bei EU-Vorgaben.

Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer fordert einen industriepolitischen Kurswechsel in Europa und eine „European Production Agenda“.

Ziel sei, in Europa rasch, einfach und marktorientiert konkrete Produktion, Investitionen und Arbeitsplätze zu schaffen. Hattmannsdorfer begründet seine Forderung mit dem Wettbewerbsdruck, unter dem Europa bei Kosten, Geschwindigkeit und Investitionsbedingungen stehe.

Hattmannsdorfer verlangt technologieoffene EU-Vorgaben

Die europäische Automobilindustrie ist für Hattmannsdorfer ein entscheidender Gradmesser. Rund 13,6 Millionen Arbeitsplätze, mehr als acht Prozent des EU-BIP und jährlich 84,6 Milliarden Euro an Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen hängen laut Aussendung an der Branche. In Österreich bilden rund 900 Unternehmen ein Automotive-Ökosystem, entlang der gesamten Wertschöpfungskette sind es rund 368.000 Beschäftigte.

Die vorgeschlagene 90+10-Regel ab 2035, die eine Reduktion der Tailpipe-CO₂-Emissionen um 90 statt bisher 100 Prozent vorsieht, sei ein erster Schritt zu mehr Flexibilität. Batterieelektrische Fahrzeuge sollen eine zentrale Rolle spielen, zugleich verlangt Hattmannsdorfer faire Chancen für Plug-in-Hybride, Range Extender, Wasserstoff sowie klimaneutrale und regenerative Kraftstoffe.

Österreich fordert einen Wettbewerbsfähigkeitscheck für alle industriepolitischen EU-Initiativen einschließlich der Automotive-Regulierung. Neue Vorgaben sollen danach bewertet werden, wie sie Produktionskosten, Investitionen und die globale Wettbewerbsfähigkeit europäischer Standorte beeinflussen.

Der Anteil Chinas am Wert der österreichischen Pkw-Importe stieg von 0,74 Prozent im Jahr 2021 auf 6,74 Prozent im ersten Quartal 2026. Bei Hybridfahrzeugen lag der Anteil im ersten Quartal 2026 bei 12,67 Prozent, bei Elektroautos zuletzt bei 19,37 Prozent.

Als Beispiel für industrielle Transformation nennt Hattmannsdorfer Steyr. BMW investiert dort bis 2030 rund eine Milliarde Euro in E-Mobilität, seit Juli werden mehr als 4.000 Elektromotoren pro Woche produziert. Rund 20.000 Arbeitsplätze hängen am Automotive-Netzwerk in der Region.

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