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ÖAMTC gibt Tipps gegen Blendung durch HerbstsonneBild mit KI erstellt

Der ÖAMTC rät bei tief stehender Herbstsonne zu mehr Abstand, angepasstem Tempo und sauberen Scheiben.

Zu Sonnenauf- und -untergang steht die Sonne besonders tief. Im Herbst fällt das oft mit dem morgendlichen und abendlichen Berufsverkehr zusammen. Die Blendung kann das Unfallrisiko erhöhen.

Andere Verkehrsteilnehmende, Lichtsignale, Verkehrszeichen, Gegenstände, Fahrzeuglichter, Tiere, Personen und Bodenmarkierungen können dadurch zu spät oder gar nicht wahrgenommen werden. Nach Brücken und Tunnelausfahrten können wichtige Dinge im Verkehr leicht übersehen werden. Nasse Fahrbahnen reflektieren das Sonnenlicht, verstärken den Blendeffekt und können die Fahrspureinhaltung erschweren. Laut ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger kann die Sichtbehinderung plötzliche Unsicherheit und Fahrfehler auslösen. Die optische Wahrnehmung kann noch kurze Zeit nach der Blendung beeinträchtigt sein.

ÖAMTC empfiehlt Sonnenschutz und mehr Abstand

Die Blendgefahr betrifft alle Verkehrsteilnehmenden. Auch Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrende können geblendet werden und dadurch andere übersehen oder Situationen falsch einschätzen. Besondere Vorsicht gilt bei Kreuzungen und Zebrastreifen, in Wohnstraßen, nahe Schulen und Kindergärten sowie bei Sport- und Freizeiteinrichtungen.

Sonnenbrille und Sonnenblende schützen vor grellem Licht. Die Brille sollte bei Sonnenschein schon zu Fahrtbeginn verwendet werden oder griffbereit liegen. Der ÖAMTC rät, die Geschwindigkeit an die Sichtverhältnisse anzupassen, mehr Abstand zu halten und das Tempo zu reduzieren. An Kuppen und in Kurven können sich die Lichtbedingungen schlagartig ändern. Dort sollte man sich vorsichtig herantasten und auf die eigene Spur konzentrieren. Auch beim Verlassen des Fahrzeugs und besonders beim Rückwärtsausparken ist Aufmerksamkeit wichtig. Bei schwierigen Sichtverhältnissen sollten Ablenkungen während der Fahrt minimiert werden.

Blink- und Handzeichen von Auto-, Rad- und E-Scooter-Fahrenden können leichter übersehen werden. Abbiegeabsichten sollten daher frühzeitig angezeigt werden. Fußgängerinnen und Fußgänger sollten aufmerksam sein und markierte Querungshilfen wie Zebrastreifen oder Ampeln nutzen. Gereinigte Windschutzscheiben und Helmvisiere sowie gut funktionierende Wischerblätter sind für gute Sicht wichtig. Schmutziges Glas bricht das Licht stärker und erhöht die Blendwirkung. Auch wenn die Sonne im Rücken steht, kann Blendung gefährlich sein. Getönte Heckscheiben helfen wenig, weil dadurch auch die Sicht in den Spiegeln eingeschränkt ist. Radfahrende und Motorradfahrende mit der Sonne im Rücken können mit ihrer schmalen Silhouette für abbiegenden Gegenverkehr leichter zu übersehen sein.

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