Wiener Gemeinderat billigt VHS-Berichte und Abfallanlagenplanung
Bild mit KI erstellt Die Berichte für 2024 und 2025 erhielten eine Mehrheit, die Planung einer Abfallbehandlungsanlage wurde einstimmig beschlossen.
Der Wiener Gemeinderat nahm die Jahresberichte 2024 und 2025 der Wiener Volkshochschulen GmbH mehrheitlich an.
Der grüne Gemeinderat David Ellensohn sagte, die Stadt Wien halte 25,1 Prozent an den Volkshochschulen. Für deren Arbeit würden jährlich rund 45 Millionen Euro verwendet. Er kritisierte unter anderem die Besetzung von Posten und forderte eine stärkere Kontrolle der Mittel.
Gemeinderäte kritisieren Kursabsagen und Kontrolle
FPÖ-Mandatar Lukas Brucker verwies auf die hohe Kursabsagequote. 2023 sei jeder vierte Kurs nicht zustande gekommen, außerdem habe der Stadtrechnungshof vor einer Überfinanzierung gewarnt. Die grüne Gemeinderätin Jennifer Kickert kritisierte Geschäftsführung und Aufsichtsrat und bezeichnete die Institution als strukturell sexistisch. Sie verwies auf 313.000 Teilnahmen im Jahr 2025 und hielt fest, dass Teilnahmen nicht mit der Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gleichzusetzen seien.
SPÖ-Gemeinderat Petr Baxant betonte den Bildungsauftrag der Volkshochschulen. Im vergangenen Jahr hätten rund 194.000 Wienerinnen und Wiener an VHS-Angeboten teilgenommen, für 2025 seien 29.000 Kurse und Veranstaltungen angeboten worden. Er verwies außerdem auf kostenlose Basisbildung und die Wiener Lernhilfe sowie darauf, dass rund 90 Prozent der Angebote wieder vor Ort stattfänden. Baxant wünschte der designierten Geschäftsführerin Daniela Ecker-Stepp alles Gute.
Einstimmig genehmigte der Gemeinderat die Planung und Errichtung einer Abfallbehandlungsanlage. Die grüne Gemeinderätin Christina Wirnsberger brachte dabei die Sortierung und stoffliche Verwertung von Alttextilien in der neuen Anlage zur Sprache. Ein Resolutionsantrag der Grünen erhielt nicht die erforderliche Mehrheit.
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