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KI-Symbolbild: Solarmodule und ein weißer Speicher an einem Wohnhaus.Bild mit KI erstellt

Künftig soll ein Speichersystembonus die Investitionsförderung für PV-Anlagen ersetzen und auch Nachrüstungen bestehender Anlagen unterstützen.

Der nun abgeschlossene Durchgang beschließt die Reihe der PV-Fördercalls im bisherigen System und war deren dritter. Vom 8. bis 22. Oktober langten 41.322 Anträge ein. Das beantragte Fördervolumen dieser Einreichungen betrug rund 192 Millionen Euro. Der Andrang lag, wie zuvor angenommen, deutlich über dem verfügbaren Förderrahmen.

In den kommenden Wochen folgt die Prüfung der Anträge. Dabei wird festgestellt, ob die Unterlagen korrekt und vollständig sind. Die Förderbedingungen und die maßgeblichen Regeln für die Rangfolge bestimmen die Zuteilung.

Zwei kleinere Anlagenklassen machen rund 88 Prozent der Anträge aus

19.310 Anträge bezogen sich auf Anlagen bis zehn Kilowattpeak. In der nächsthöheren Gruppe, mit mehr als zehn und bis zu 20 Kilowattpeak, wurden 16.945 Einreichungen registriert. Zusammen betrafen diese beiden Größenklassen rund 88 Prozent aller Anträge.

In 18.800 Anträgen wurde der Made-in-Europe-Bonus für Wechselrichter geltend gemacht. Das entspricht rund 45 Prozent aller Einreichungen. Den Bonus für Speicher enthielten 8.997 Anträge, rund 22 Prozent. Für PV-Module machten ihn 6.591 Anträge geltend, also rund 16 Prozent. Auch eine einzelne Einreichung kann mehrere verschiedene Boni enthalten. Beim Made-in-Europe-Bonus handelt es sich um rund 7,6 Millionen Euro des beantragten Fördervolumens. Bei der Antragsprüfung klärt sich, ob die Fördervoraussetzungen und die Bedingungen für den einzelnen Bonus vorliegen. Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner sieht darin einen Impuls zugunsten europäischer Erzeugnisse, der Wertschöpfung und technologische Kompetenz in Europa zugutekommen solle.

Ein Speichersystembonus soll die Förderung neu ausrichten

Zehetner sagte, die Kosten für PV-Anlagen hätten sich innerhalb von zehn Jahren um rund 90 Prozent verringert. Kleine Anlagen hätten mittlerweile am Markt Fuß gefasst, weshalb nach ihrer Einschätzung keine eigene Investitionsförderung mehr nötig sei. Sie bezeichnete das Interesse an Photovoltaik und Speichern als ungebrochen. Die hohe Nachfrage zeige, warum die Förderung neu aufgestellt werden müsse. Das neue System solle mehr Planungssicherheit schaffen und den Nutzen für das Energiesystem stärker berücksichtigen.

Das bisherige Windhundprinzip soll einem kontinuierlichen, antragsbasierten Modell weichen. Ein Speichersystembonus soll die klassische PV-Investitionsförderung ersetzen und neue Speicher sowie die Nachrüstung bestehender PV-Anlagen unterstützen. Voraussetzung soll ein intelligentes Energiemanagementsystem sein, das einen systemdienlichen Betrieb ermöglicht.

Projekte mit Speicher, die beim dritten EAG-Fördercall nicht zum Zug kommen, sollen laut dem Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus im neuen Fördersystem erneut eingereicht werden können, wenn sie ab dem 1. November 2026 in Betrieb genommen werden. Die Regelungstexte befinden sich in politischer Abstimmung und sollen so rasch wie möglich ins Parlament kommen. Für die Umsetzung ist eine Zweidrittelmehrheit im Nationalrat erforderlich.

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