ÖAMTC empfiehlt 20 bis 80 Prozent Ladung für E-Bike-Akkus
Bild mit KI erstellt Bei mehrwöchigen Pausen soll der Akku nach Herstellerangaben gelagert werden, idealerweise ausgebaut mit etwa 40 bis 60 Prozent Ladung.
Nach einer aktuellen Untersuchung des ÖAMTC und seiner Partnerorganisationen hängt der Leistungsabfall vieler E-Bike-Akkus nicht mit ihrem Alter zusammen. Als Grund nennt die Untersuchung vermeidbare Fehler beim Laden und Lagern.
Für den täglichen Gebrauch reicht laut ÖAMTC bei E-Bike-Akkus üblicherweise ein Ladestand zwischen 20 und 80 Prozent. Werden sie ständig auf 100 Prozent geladen, altern ihre Zellen schneller. Für längere Touren nennt der Mobilitätsclub eine Ladung auf 100 Prozent.
Für längere Pausen empfiehlt der ÖAMTC 40 bis 60 Prozent Ladung
Wird das E-Bike mehrere Wochen oder Monate nicht genutzt, soll der Akku nach Herstellerangaben gelagert werden. Als Faustregel empfiehlt der ÖAMTC, ihn ausgebaut mit etwa 40 bis 60 Prozent Ladung aufzubewahren. Der Lagerplatz soll trocken, frostfrei und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt sein. Eine längere Lagerung nahezu entladen kann den Akku durch Tiefentladung dauerhaft schädigen. Eine gelegentliche Kontrolle des Ladezustands kann unangenehme Überraschungen zum Saisonstart vermeiden.
Für die Lebensdauer ist Hitze häufig kritischer als Kälte. Wer das Fahrrad im Sommer draußen abstellt, sollte möglichst einen Schattenplatz wählen. Noch besser ist ein kühler Innenraum oder eine Garage mit moderaten Temperaturen. Schon ein paar Grad weniger können die Alterung der Zellen merklich verlangsamen. Im Sommer sollte der Akku keinesfalls längere Zeit im Auto bleiben, weil die Temperaturen dort innerhalb kürzester Zeit stark ansteigen. Kälte kann vorübergehend Reichweite und Leistung verringern.
Brände mit E-Bike-Akkus kommen laut ÖAMTC-Techniker Dominik Darnhofer gelegentlich vor, sind gemessen an der Zahl der im Umlauf befindlichen Akkus aber äußerst selten. Die Produkte gelten grundsätzlich als sehr sicher. Viele bekannte Schadensfälle stehen laut Darnhofer mit Beschädigungen, ungeeigneten Ladegeräten, Manipulationen oder unsachgemäßen Reparaturen in Zusammenhang. Zum Laden soll ausschließlich das Original-Ladegerät oder ein vom Hersteller freigegebenes Modell verwendet werden. Verformungen, Rauchentwicklung, Flüssigkeitsaustritt oder ungewöhnliche Erwärmung sind Warnsignale. In solchen Fällen soll der Akku nicht weiterverwendet und von einem Fachbetrieb überprüft werden. Von Reparaturen in Eigenregie rät der Mobilitätsclub ausdrücklich ab.
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