ÖVP Wien fordert Rückzug aus W24 und Wiener-Gusto-Vermarktung
Bild mit KI erstellt Neben dem Rückzug aus W24 und Wiener Gusto verlangt die ÖVP eine Bündelung der städtischen Eigenmedien und verweist auf Einsparpotenzial.
Die ÖVP Wien fordert den Rückzug der Stadt aus W24 und aus der Vermarktung unter der Marke „Wiener Gusto“. Bei einem Medientermin am Mittwoch verlangte die Partei außerdem einen Kurswechsel der Wiener Stadtregierung. Landesparteiobmann Markus Figl und Gemeinderätin Elisabeth Olischar kritisierten dabei auch städtische Publikationen.
Figl sagte, angesichts des hohen Schuldenstands müsse sich die Stadt stärker auf ihre Kernaufgaben konzentrieren. Straßen, Spitäler und Schulen gehörten dazu. Er forderte, zu prüfen, wofür eigene Gesellschaften und Organisationen nötig seien und wo Doppelstrukturen bestünden. Die Stadt suche laufend zusätzliche Einnahmen, obwohl es Einsparungspotenzial gebe, kritisierte er. Sie solle Rahmenbedingungen schaffen, Bürokratie abbauen und privaten Initiativen mehr Raum geben. „Weniger unnötige Verwaltung und mehr Freiheit für Wienerinnen und Wiener sowie die Unternehmen“, sagte Figl.
Figl verlangte außerdem eine Bündelung der städtischen Eigenmedien. Nach den von ihm angeführten Zahlen gab die Stadt 2021 rund 16 Millionen Euro für Eigenmedien und Publikationen wie MEIN WIEN aus. Mit Kampagnen und Einschaltungen seien es insgesamt rund 50 Millionen Euro gewesen. Figl sprach sich dafür aus, Publikationen stärker auf Sachinformationen auszurichten und Politikerabbildungen zurückzunehmen. Dabei verwies er auf einen Bericht des Stadtrechnungshofs aus dem Jahr 2025.
Olischar kritisiert die Wiener-Gusto-Vermarktung
Gemeinderätin Elisabeth Olischar kritisierte die 2022 eingeführte Marke „Wiener Gusto“, mit der die Stadt Lebensmittel aus ihrer Landwirtschaft vermarktet. Der wirtschaftliche Mehrwert sei nicht ausreichend nachvollziehbar, sagte sie. Zudem trete die Stadt damit in Konkurrenz zu privaten Betrieben. Nach Olischar habe auch der Rechnungshof die fehlende Evaluierung und Transparenz kritisiert.
Die ÖVP habe bei der MA 49 erfolglos versucht, Informationen zu erhalten, berichtete Olischar. Deshalb habe die Partei eine Beschwerde beim Verwaltungsgericht eingebracht. Olischar betonte, öffentliche Mittel müssten transparent und kontrollierbar eingesetzt werden.
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