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Tirol fordert Geld für neue Mindeststandards in der Elementarbildung

Tirol fordert Geld für geplante Mindeststandards und rasche zentrale Schulassistenz im Pflichtschulbereich.

Bei der Konferenz der Landeselementarpädagogik- und Bildungsreferentinnen und -referenten am Freitag in Feldkirch (Vorarlberg) brachte Tirol Fragen zur Reformpartnerschaft ein. Bildungslandesrätin Cornelia Hagele forderte den Bund auf, die Finanzierung zu klären.

Für Tirol soll die Finanzierung verlässlich sein und sich an den tatsächlichen Anforderungen und Kostenentwicklungen im Bildungsbereich orientieren. Hagele sagte, die Länder übernähmen Verantwortung für Bildung und investierten laufend in Qualität und den Ausbau der Einrichtungen. Wo der Bund anschaffe, solle auch der Bund zahlen.

Konkret geht es um die Finanzierung geplanter neuer Mindestqualitätsvorgaben in der Elementarbildung. Nach Ansicht des Landes müssen die neuen Anforderungen mit den nötigen Mitteln für ihre Umsetzung und den laufenden Betrieb hinterlegt werden. Tirol verlangt dazu noch ausstehende genaue Informationen. Länder wie Tirol, die die Mindeststandards bereits einhalten und etwa geringe Gruppengrößen vorweisen, sollen durch neue Regelungen nicht schlechtergestellt werden.

Tirol verlangt rasche zentrale Schulassistenz im Pflichtschulbereich

Der Bedarf an Schulassistentinnen und Schulassistenten ist besonders im Pflichtschulbereich stark gestiegen. Die damit verbundenen Personalkosten belasten Gemeinden zunehmend und stellen vor allem kleinere Gemeinden vor eine erhebliche Herausforderung. In der Reformpartnerschaft wurde vereinbart, Schulassistentinnen und Schulassistenten zentral über die Bildungsdirektionen bereitzustellen. Tirol fordert die rasche Umsetzung dieser Vereinbarung auch im Pflichtschulbereich und eine nachhaltige Finanzierung.

Tirol fordert außerdem die Wiedereinführung eines Lehramts für Sonderschule. Hagele zufolge steigt der Bedarf an qualifizierten Lehrkräften mit sonderpädagogischer Expertise sowohl an Sonderschulen als auch im inklusiven Unterricht kontinuierlich. Eine fundierte und vertiefte Ausbildung sei ein wichtiger Beitrag, um Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf zu begleiten und zu fördern. Zudem verlangt Tirol eine klare Abgrenzung der Kompetenzen und eine starke Mitwirkung der Länder bei der Ausgestaltung der Reformpartnerschaft im Elementarbildungsbereich.

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