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KI-generiertes Bild: Ein Laptop zeigt ein blaues Balkendiagramm neben Notizbuch und Stift.KI-Bild

Arbeitslose und AMS-Schulungsteilnehmende waren im Oktober zusammen 389.941, 0,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Bau, Tourismus und in Wien sanken die Zahlen.

Kurz gefasst

KI-Zusammenfassung
  • In Österreich stieg die Zahl der Arbeitslosen und AMS-Schulungsteilnehmenden im Oktober weiter.
  • Die Zahl betrug 389.941 und lag um 0,5 Prozent über dem Vorjahreswert.
  • Für 2027 und 2028 sieht die neue Vorgabe ein Saisonierkontingent von 6.250 Saisonarbeitskräften vor.

Arbeits- und Sozialministerin Korinna Schumann erkennt nach mehr als drei Jahren mit steigenden Arbeitslosenzahlen erste Hinweise auf eine Stabilisierung. Sie betont, die Lage bleibe herausfordernd und eine Trendwende sei noch nicht erreicht.

Im Oktober stieg die Zahl der Arbeitslosen und AMS-Schulungsteilnehmenden in Österreich gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Prozent auf 389.941. Das waren 1.823 mehr als ein Jahr zuvor.

Die Zahl der Arbeitslosen lag Ende Oktober über dem Vorjahr

Ende Oktober waren 314.499 Personen arbeitslos, 3.990 beziehungsweise 1,3 Prozent mehr als im Oktober 2025. Die Register-Arbeitslosenquote betrug 7,3 Prozent und lag damit um 0,1 Prozentpunkte höher. Die Beschäftigung nahm im Jahresvergleich nach einer Schätzung um 6.000 Beschäftigungsverhältnisse zu.

Bei den Arbeitslosen und AMS-Schulungsteilnehmenden gingen die Zahlen im Bau um 1,3 Prozent, im Tourismus um 1,9 Prozent und in der Arbeitskräfteüberlassung um 0,9 Prozent zurück. In Wien betrug der Rückgang 2,8 Prozent. Die Beschäftigung legte im September um 0,1 Prozent zu und dürfte im Oktober 2026 nach einer Schätzung ebenfalls leicht gestiegen sein.

Die Arbeitslosigkeit von Frauen nahm im Oktober um 4,3 Prozent zu, jene der Männer sank um 1,3 Prozent. Bei Jugendlichen blieb die Arbeitslosigkeit nahezu unverändert. Das Plus belief sich auf 35 Personen beziehungsweise 0,1 Prozent. Bei Menschen mit einer nichtösterreichischen Staatsangehörigkeit sank die Arbeitslosigkeit um 1,9 Prozent, während sie bei Inländer:innen um 3,5 Prozent zunahm.

Das AMS verzeichnete 1.242 beziehungsweise 12,6 Prozent mehr sofort verfügbare Lehrstellensuchende. Zugleich lag der beim AMS erfasste Bestand an unbesetzten Lehrstellen um 193 unter dem Vorjahreswert. Die Lehrstellenlücke betrug 4.347 Stellen.

Ende Oktober waren beim AMS 73.733 offene Stellen gemeldet, die sofort besetzt werden konnten. Gegenüber dem Vorjahr lag dieser Bestand um 3,4 Prozent niedriger. Beim Arbeitsmarktservice gingen im Oktober 3.016 weniger neue Stellenangebote ein als im Vorjahreszeitraum, ein Rückgang um 6,2 Prozent.

Die österreichische Wirtschaft verzeichnete 2025 nach zwei Jahren mit rückläufiger Wirtschaftsleistung ein Plus von 0,7 Prozent. Das Ergebnis lag über den ursprünglichen Erwartungen. Für ihre Einschätzungen zur Konjunktur fanden das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung und das Institut für Höhere Studien im Oktober 2026 bessere wirtschaftliche Voraussetzungen vor als noch bei der April-Prognose. Beide Institute erwarteten für 2026 ein BIP-Wachstum von 0,9 beziehungsweise 0,8 Prozent.

Das Kontingent sinkt gegenüber dem bisherigen Wert

Die neue Vorgabe sieht für die Jahre 2027 und 2028 ein Saisonierkontingent von 6.250 Saisonarbeitskräften vor. Damit liegt die Zahl der Kräfte um 21,875 Prozent unter dem bisherigen Wert. Für zwei Jahre ist die Neuregelung angelegt, wobei den Bundesländern Spielraum bleibt. Betriebe sollen dadurch verlässlicher planen können, ohne die Besonderheiten einzelner Regionen oder saisonale Bedarfsspitzen außer Acht zu lassen.

Für den Tourismus brauche es laut Schumann, neben der Vermittlung von Arbeitskräften aus dem Inland, auch Lösungen für den zusätzlichen Personalbedarf in saisonalen Spitzenzeiten. Sie sagt: „Saisonarbeitskräfte können dort einen wichtigen Beitrag leisten, wo der zusätzliche Personalbedarf nicht aus dem verfügbaren Arbeitskräftepotenzial im Inland gedeckt werden kann. Dabei ist klar: Die Vermittlung heimischer Arbeitskräfte hat Vorrang. Ebenso wichtig sind faire Arbeitsbedingungen und die Einhaltung der geltenden arbeitsrechtlichen Bestimmungen.“ Das Ministerium hält verstärkte arbeitsmarktpolitische Maßnahmen insbesondere für Frauen, Ältere und Langzeitbeschäftigungslose für notwendig.

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