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KI-generiertes Bild: Ein Aktenordner mit Unterlagen, Stift, Taschenrechner und Eurobanknoten auf einem Schreibtisch.KI-Bild

In der zweiten Runde zum Handels-KV kam keine Einigung zustande. Die Arbeitgeber boten 2,1 Prozent mehr Gehalt und 350 Euro einmalig.

Für rund 420.000 Handelsangestellte brachte die zweite Verhandlungsrunde zum Kollektivvertrag keine Einigung. Die Arbeitgeber legten eine dauerhafte Gehaltserhöhung um 2,1 Prozent und eine einmalige Zahlung von 350 Euro vor.

Linda Keizer, Verhandlungsleiterin der Gewerkschaft GPA, kritisierte die Offerte. Sie sagte: „Das heutige Angebot wird weder dem Einsatz noch der Lebensrealität der Beschäftigten gerecht. Wir fordern ein verbessertes Angebot, das die Kaufkraft der Beschäftigten stärkt und die wirtschaftliche Faktenlage anerkennt“.

Keizer beziffert die Forderung und verweist auf Branchengewinne

Zur Forderung der GPA sagte Keizer: „Unsere Gehaltsforderung bedeutet rechnerisch 43 Cent mehr pro 100 Euro Betriebsleistung. Gleichzeitig sind in der Branche Gewinnausschüttungen von rund einer Milliarde Euro vorgesehen. Wer angesichts dieser Zahlen bei den Beschäftigten sparen will, setzt die falschen Prioritäten“. Keizer ergänzte: „Wer den Handel als Zukunftsbranche sieht, kann ihn am Verhandlungstisch nicht ständig zur Krisenbranche erklären“.

Neben der Bezahlung geht es bei den Gesprächen auch um die Bedingungen am Arbeitsplatz. Martin Müllauer, Vorsitzender des Wirtschaftsbereichs Handel in der GPA und Betriebsratsvorsitzender des MORAWA Bucheinzelhandels, sagte: „Wer regelmäßig länger arbeitet oder kurzfristig seine Freizeit umplant, damit der Betrieb läuft, muss dafür entsprechend entschädigt werden“. Zu ausreichend Personal und verlässlichen Dienstplänen erklärte er: „Wenn eine ausreichende Personalbesetzung und verlässliche Dienstpläne in der Praxis gegeben sind, werden sich auch die Kosten für die Unternehmen entsprechend geringhalten“.

Zum Umgang mit Planungsproblemen sagte Müllauer: „Die Beschäftigten sind aber kein Reparaturfonds für Managementfehler. Klare Regeln verhindern, dass mangelnde Personalplanung durch immer weniger Planbarkeit für die Kolleg:innen kompensiert wird“.

Die GPA verlangt Zuschläge für Mehrarbeit ab der ersten Stunde und für kurzfristiges Einspringen. Zu den Forderungen gehören außerdem eine verpflichtende Fünf-Tage-Woche und eine leichtere Erreichbarkeit der sechsten Urlaubswoche.

Müllauer und Keizer erklärten: „Die heutigen Gespräche waren konstruktiv.“ Sie schlossen mit der Warnung: „Aber durch sinkende Einkommen und immer herausforderndere Arbeitsbedingungen werden sich qualifizierte Beschäftigte weder gewinnen noch halten lassen“. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 17. November angekündigt.

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