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KI-generiertes Bild: Eine Hand steckt einen weißen Stimmzettel in eine Wahlurne.KI-Bild

Nach dem verfehlten Mehrheitsziel im ersten Wahlgang gewann Jotowa nun mit fast 57,6 Prozent. Andrej Gjurow kam auf knapp 39,5 Prozent.

Jotowa, die derzeit Bulgariens Staatspräsidentin ist, setzte sich bei der Stichwahl um das Präsidentenamt durch. Die Wahlkommission meldete einen Auszählungsstand von 99,95 Prozent der Wahlkreise. Auf Jotowa entfielen fast 57,6 Prozent der Stimmen. Auf Andrej Gjurow, den früheren Interimsregierungschef, entfielen knapp 39,5 Prozent.

Im ersten Wahlgang lag Jotowa zwar vor allen anderen, für eine absolute Mehrheit reichte es jedoch nicht. Jotowa kandidierte für die regierende Mitte-links-Partei Progressives Bulgarien (PB). Politisch wird sie dem Lager von Regierungschef Rumen Radew zugerechnet, der als Russland zugeneigt gilt. Gjurow fand Rückhalt bei Parteien, die Reformen und eine Westorientierung vertreten. Wahlberechtigt waren rund 6,5 Millionen Menschen. Meinungsforscher schätzten die Beteiligung kurz vor Wahlschluss auf 29 Prozent.

In Bulgarien ist das Präsidentenamt vorwiegend auf formelle Aufgaben ausgerichtet. Jotowa führte das Präsidentenamt ab Jänner vorübergehend. Für eine Kandidatur bei der Parlamentswahl im April hatte Radew sein Amt aufgegeben. Radew errang den Wahlsieg mit einer politischen Ausrichtung, die als Moskau zugewandt beschrieben wurde. Bulgarien bekäme mit Jotowa erstmals eine Präsidentin durch Direktwahl, falls der amtliche Endstand sie als Siegerin ausweist.

Mindestens sechs Handelsschiffe waren in den zurückliegenden Wochen vor der bulgarischen Küste Ziel von Angriffen mit Drohnen. In Bulgarien wuchs dadurch die Sorge, der Ukraine-Krieg könne sich ausweiten.

Für die Angriffe gab die Ukraine Russland die Schuld, während Moskau eine eigene Verantwortung bestritt. Für Russland ergab sich aus den Angriffen nach Radews Einschätzung offenbar ein Vorteil. Beide Präsidentschaftskandidaten wiesen die Angriffe entschieden zurück und drangen auf ein Ende des Krieges durch Verhandlungen.

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