Tiroler Jugendlandtag 2026: 30 Plätze für Jugendliche
Bild mit KI erstellt Für den Tiroler Jugendlandtag 2026 am 11. November werden mehr als 800 junge Menschen eingeladen, 30 Plätze werden bei Bedarf verlost.
Am 11. November gestalten 30 Jugendliche im historischen Landtagssaal des Tiroler Landhauses den Tiroler Jugendlandtag 2026. Sie leiten die Sitzung, beraten ihre Anträge und entscheiden in Abstimmungen darüber.
In den kommenden Tagen gehen mehr als 800 Einladungen an Tirolerinnen und Tiroler zwischen 16 und 20 Jahren mit Hauptwohnsitz im Bundesland. Die Auswahl der Eingeladenen erfolgt nach dem Zufallsprinzip, eine Teilnahme ist freiwillig. Übersteigt die Zahl der Anmeldungen die verfügbaren Plätze, entscheidet ein Los unter Berücksichtigung von Region, Geschlecht, Alter und Bildungshintergrund.
Anmeldungen laufen bis 30. September 2026
Eine politische Vorerfahrung ist für die Teilnahme nicht erforderlich. Eingeladene können bei der Anmeldung einen Buddy im Alter von 16 bis 20 Jahren mit Hauptwohnsitz in Tirol nominieren. Wird die eingeladene Person ausgelost, erhält auch der Buddy einen Platz. Nicht berücksichtigte Anmeldungen kommen auf eine Warteliste und können bei Absagen nachrücken. Eine Anmeldung kann zurückgezogen werden.
Verpflegung, eine freiwillige Übernachtung und die Teilnahme sind kostenlos. Fahrtickets für die An- und Abreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln werden gegen Beleg ersetzt. Die Veranstaltungen sind barrierefrei zugänglich und bei Bedarf können Unterstützungsleistungen organisiert werden. Sie gelten zudem als schulbezogene Veranstaltungen.
Der gemeinsame Besuch einer Landtagssitzung am 5. November ist nicht verpflichtend und kann auch online erfolgen. Wer beim Jugendlandtag mitwirken will, muss jedoch am Vorbereitungswochenende teilnehmen. Dort bilden die Jugendlichen Ausschüsse, erarbeiten Anträge und besprechen ihre Themen. Die Politikwissenschafterin und Prozessbegleiterin Joanna Egger begleitet sie während des gesamten Projekts.
Auch Eingeladene ohne Teilnahmeplatz können über eine anonyme Umfrage an der Themenfindung mitwirken und höchstens drei Schwerpunkte auswählen. Zur Wahl stehen Mitreden und Politik, Gleichstellung und Vielfalt, Medien und digitale Welt, mentale Gesundheit und Wohlbefinden, Mobilität, Arbeit und Lehre, Schule, Lernen und Chancen, Freizeit, Jugendräume und Kultur, Klima und Umwelt, Vereine, Ehrenamt und Projekte sowie Inklusion und faires Miteinander.
Beschlüsse gehen an einen Landtagsausschuss
Die im Jugendlandtag angenommenen Anträge werden dem Ausschuss für Sicherheit, Gesellschaft, Generationen, Freizeit und Sport des Tiroler Landtags übermittelt und können in die politische Arbeit einfließen. Das Format gehört zur Jugendstrategie Tirol 2030, die 2025 beschlossen wurde. Mit der Initiative „Jugend im Fokus“ sollen Beteiligungsmöglichkeiten ausgebaut und Anliegen junger Menschen stärker sichtbar werden.
Jugendlandesrätin Astrid Mair beschreibt den Jugendlandtag als Plattform für Mitbestimmung und verweist auf die angestrebte Vielfalt der Teilnehmenden. Landtagspräsident Jakob Wolf sieht darin eine Gelegenheit, politische Abläufe und Demokratie praktisch zu erfahren.
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