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Zwei Kindersitze scheitern im ÖAMTC-Test beim FrontalaufprallBild mit KI erstellt

Axkid stoppt den Verkauf des Minikid Core und bietet einen Austausch an. Britax Römer ruft bestimmte Babyschalen zurück.

Der ÖAMTC hat gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen 15 Kindersitzmodelle verschiedener Größenklassen und Hersteller geprüft. Der Test findet zweimal jährlich statt. Bewertet wurden Sicherheit, Bedienung, Ergonomie sowie Schadstoffgehalt und Umweltschadstoffe.

Sieben Modelle erhielten „gut“, vier „befriedigend“, zwei „genügend“ und zwei „nicht genügend“. Mit „genügend“ bewertete der Test den Avionaut Aerofix Smart + IQ Orbit und den Joie i-Provo. Beim Avionaut Aerofix Smart wurden Umweltschadstoffe im Bezugsstoff nachgewiesen. Der Joie i-Provo zeigte Schwächen bei den Seitenaufprall-Versuchen.

Zwei Modelle zeigten erhebliche Schwächen beim Frontalaufprall

Der Britax Römer Baby-Safe Pro + Vario Base 5Z und der Axkid Minikid Core erhielten „nicht genügend“. Der ÖAMTC hatte vor beiden Modellen bereits gewarnt. Sie zeigten erhebliche Schwächen beim Frontalaufprall, dessen Unfallschwere sich an aktuellen Euro-NCAP-Crashtests orientierte. Der ÖAMTC bezeichnete das Sicherheitsrisiko der beiden Sitze als erheblich.

Axkid hat den Verkauf des Minikid Core eingestellt und bietet einen Austausch gegen den Minikid 4 Pro an. Britax Römer hat einen Rückruf für Babyschalen eingeleitet, die zwischen 26. Dezember 2025 und 30. September 2026 produziert wurden.

Erstmals prüfte der ÖAMTC separat drei weitere Kindersitze, die auf Handelsplattformen mit Sitz außerhalb Europas gekauft worden waren. Zwei dieser Produkte hatten keine Zulassung nach UN-Regelung 129 und dürfen deshalb in Europa grundsätzlich nicht zur Sicherung von Kindern im Auto verwendet werden. Keines der drei Modelle erfüllte die Anforderungen des Verbraucherschutztests. Bei den Crashversuchen bestand jeweils ein hohes Verletzungsrisiko für das Kind.

ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl rät Eltern, sich vor dem Kauf gründlich zu informieren. Er sagt, die Auswahl empfehlenswerter Produkte sei grundsätzlich groß. Kerbl empfiehlt, den passenden Kindersitz im Fachhandel zu kaufen und das eigene Fahrzeug sowie das Kind mitzunehmen, um verschiedene Modelle auszuprobieren und ihre Kompatibilität zu prüfen. Nach dem Kauf sollten die Anleitungen für Kindersitz und Fahrzeug beachtet werden, weil der korrekte Einbau für die Schutzwirkung entscheidend ist.

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