Alle 13 Empfehlungen zum Peršmanhof sind umgesetzt
KI-Bild Nun sind auch die übrigen vier Empfehlungen zum Polizeieinsatz am Peršmanhof umgesetzt. Im Sommer 2026 waren neun bereits erledigt.
Alle 13 Empfehlungen zum Polizeieinsatz am Peršmanhof sind umgesetzt. Im Sommer 2026 waren anlässlich des ersten Jahrestags bereits neun Empfehlungen erledigt. Die Umsetzungsgruppe zog in ihrem Abschlussbericht Bilanz.
Nach dem Polizeieinsatz Ende Juli 2025 setzte Innenminister Gerhard Karner eine multiprofessionelle Analysekommission ein. Deren vorläufiger Bericht lag Ende Oktober 2025 vor. Die Empfehlungen zielten darauf ab, die Professionalität der Sicherheitsexekutive besonders im Umgang mit historisch sensiblen Orten nachhaltig zu steigern. Für die Umsetzung setzten das Bundesministerium für Inneres (BMI) und die Polizei eine Umsetzungsgruppe ein.
Empfehlungen verändern Ausbildung und Polizeiarbeit
Künftig müssen alle Polizeischulklassen in Kärnten die Gedenkstätte am Peršmanhof besuchen. Außerdem werden regionale Gedenkorte bundesweit stärker in die polizeiliche Grundausbildung integriert. Die „Digitale Erinnerungslandschaft Österreich (DERLA)“ wurde als Schulungstool eingerichtet.
Für eine bessere Kommunikation mit den Volksgruppen in ganz Österreich wurde das Volksgruppensprachangebot ausgebaut. Zudem wurde per Erlass für das Volksgruppengesetz und die Amtssprachen sensibilisiert. Bei Bewerbungen im zweisprachigen Gebiet gilt Minderheitensprachkompetenz künftig als Plus-Kriterium.
Ein Erlass legt ein bundesweit einheitliches Vorgehen bei Polizeieinsätzen an Gedenkstätten und Erinnerungsorten fest. Polizistinnen und Polizisten wurden für den Umgang mit diesen Orten sensibilisiert. Bei einem Betreten auf frischer Tat sind Ermittlungen sofort einzuleiten. Ebenfalls geregelt sind die Bindung an und die Wahrnehmung von gesetzlichen Zuständigkeiten, die umfassende Dokumentation und der verstärkte Einsatz von Body Worn Cameras.
Das Grab der Opfer am Peršmanhof wurde in die staatliche Kriegs- und Opfergräberfürsorge überführt. Außerdem wurde die wissenschaftliche Aufarbeitung des Massakers im Jahr 1945 vorangetrieben und es wurden Schritte gegen eine Vereinnahmung von Gedenkstätten gesetzt.
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