vida fordert Lohnplus und höhere Nachtzulage im Bewachungs-KV
Bild mit KI erstellt Am 28. Oktober beginnt die KV-Runde für rund 15.700 Sicherheitsdienst-Beschäftigte. vida fordert höhere Löhne, volle Sonderzahlungen und mehr Nachtzulage.
Am 28. Oktober beginnt die erste Verhandlungsrunde zum Kollektivvertrag für rund 15.700 Beschäftigte von Unternehmen der privaten Sicherheitsbranche. Die Gewerkschaft vida will ab 1. Jänner 2027 eine Lohnanpassung, mit der die Teuerung ausgeglichen wird. Außerdem sollen der 13. und 14. Monatslohn vollständig und ohne Wartezeit ausbezahlt werden. Eine höhere Nachtzulage zählt ebenfalls zu den Forderungen. Die Gewerkschaft beziffert die für den Ausgleich relevante mittlere Preissteigerung auf rund 3,3 Prozent.
Beschäftigte in der Bewachung erhalten am unteren Ende der Entlohnungsskala 12,63 Euro je Stunde. Bei einer Beschäftigung im vollen Stundenausmaß sind es 2.187,52 Euro brutto im Monat. In vielen Verwendungsgruppen gehören zwölf Stunden Normalarbeitszeit pro Tag zum Alltag.
Gernot Kopp, Vorsitzender des Fachbereichs Gebäudemanagement in der Gewerkschaft vida und KV-Verhandlungsleiter, führt höhere Ausgaben für Wohnraum, Energie und tägliche Einkäufe als Grund für das angestrebte Plus an. Beschäftigte sorgten bei Veranstaltungen, in Einkaufszentren und an Flughäfen täglich für Sicherheit, sagte Kopp. Das müsse sich auch am Lohnzettel zeigen.
Einheitliche Ausbildungsstandards fehlen
Das Sicherheitsdienstleistungsgesetz ist zugleich Gegenstand politischer Beratungen. In Österreich fehlen Sicherheitskräften bis heute verpflichtende und überall gleiche Vorgaben für die Ausbildung. Die Gewerkschaft setzt sich seit Jahren für Standards in Erster Hilfe, Verhalten im Ernstfall und Evakuierungstraining sowie in Brandschutz, Gewaltschutz und Deeskalation ein.
Kopp sieht einen Widerspruch darin, dass Sicherheitskräfte im Ernstfall wissen müssten, wie sie vorzugehen haben, während ihre Qualifizierung nicht verpflichtend geregelt ist.
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