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KI-generiertes Bild: Eine Person betrachtet ein Smartphone auf einer beleuchteten Straße bei Nacht.KI-Bild

Eine Erhebung in Klagenfurt zeigt, dass Befragte die Wirksamkeit und technische Umsetzbarkeit des Verbots für Unter-14-Jährige hinterfragen.

Die Mehrheit der Befragten hält den Schutz Jugendlicher für nötig, zweifelt aber an der Wirksamkeit des geplanten Verbots sozialer Netzwerkplattformen für unter 14-Jährige. Zudem stehen die technischen Anforderungen an Altersprüfung und Identitätsfeststellung zur Debatte. Ende März 2026 gab die Bundesregierung das Verbot bekannt. Die EU-Kommission verlängerte um ein Jahr den Zeitraum, in dem entsprechende Gesetzespläne der Mitgliedstaaten zurückgestellt werden.

Während der akademischen Lehrperiode im Sommer 2026 widmeten sich Studierende an der Universität Klagenfurt der Frage, wie das in Österreich vorgesehene Verbot sozialer Netzwerkplattformen aufgenommen wird. Die Erhebung fand im Rahmen einer Bachelor-Lehrveranstaltung statt. Im Zentrum standen Über-14-Jährige, für die das Verbot nur indirekte Auswirkungen hätte. Für die Befragung entstand unter Mitwirkung der Studierenden und des Lehrveranstaltungsleiters Andreas Schulz-Tomančok ein Fragebogen. Insgesamt kamen 151 Befragungsgespräche zustande, teils über digitale Kanäle, teils bei persönlichen Begegnungen. In die zusätzliche Inhaltsanalyse flossen Beiträge aus sieben einschlägigen österreichischen Tageszeitungen ein.

Die Befragten stuften mögliche Belastungen des seelischen Wohlbefindens als besonders wichtiges Bedenken ein. Als wichtige Chance sozialer Medien sehen sie die soziale Teilhabe. Auch Datenschutzbedenken bereiten den Befragten Sorge.

Bei den Alternativen steht für die Befragten die Vermittlung von Medienkompetenz im Vordergrund. Sie soll jungen Menschen ermöglichen, Inhalte sicherer abzurufen, eigenständig zu prüfen und zu bewerten sowie digitale Medien mitzugestalten. Schulz-Tomančok sieht darin ein Umdenken. 2026 erschien sein Paper in Medienimpulse, 64(3). Es umfasst 44 Seiten und trägt den Titel „The Kids Are All Right? Eine empirische Analyse der Einstellungen und Wissensbestände zum SNS-Verbot für Jugendliche unter 14 Jahren in Österreich“.

Die Untersuchung spiegelt nicht die österreichische Bevölkerung insgesamt wider. Studienautor und Studierende halten dennoch eine ausführliche Auseinandersetzung mit medienpädagogischen und gesellschaftspolitischen Fragen für geboten.

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