Energiepreise erreichen im September einen neuen Höchststand
Bild mit KI erstellt Die Energiepreise stiegen im September um 3,9 Prozent zum Vormonat und erreichten im Jahresvergleich mit einem Plus von 15,1 Prozent einen neuen Höchststand.
Im September stiegen die Energiepreise gegenüber August durchschnittlich um 3,9 Prozent. Im Vergleich zum September 2025 lagen sie 15,1 Prozent höher und erreichten einen neuen Höchststand.
Die allgemeine Inflation erhöhte sich im Monatsvergleich um 0,2 Prozent und im Jahresvergleich um 3,6 Prozent. Der Energiepreisanstieg lag in beiden Vergleichen deutlich darüber. Besonders stark stiegen die Preise erdölbasierter Energieträger. Treibstoffe und Heizöl verzeichneten erneut deutliche Preissteigerungen.
Mehrere Engpässe prägen die Kraftstoffpreise
Lukas Zwieb, Experte für Energiewirtschaft der Österreichischen Energieagentur, unterscheidet die derzeitige Lage von früheren, vor allem vom Rohölpreis geprägten Hochpreisphasen. Rohöl, Raffineriekapazitäten, fertige Kraftstoffe und Transportwege seien gleichzeitig knapp oder zumindest reduziert. Kurzfristig verfügbares Rohöl sei teuer, Dieselimporte seien knapp und gestörte Lieferwege ließen die Frachtkosten steigen. Deshalb verteuere sich Diesel stärker, als der Rohölpreis allein erwarten lasse. Der im Vergleich zum Vorjahr schwächere Euro mache die in US-Dollar bezahlten Öl- und Produktimporte für Europa zusätzlich teurer.
Steuern und die CO₂-Bepreisung heben laut der Österreichischen Energieagentur grundsätzlich das Preisniveau, lösten den jüngsten Anstieg aber nicht aus. Der CO₂-Preis blieb 2026 gegenüber dem Vorjahr unverändert. Er macht derzeit rund 15 Cent je Liter Benzin beziehungsweise 16,5 Cent je Liter Diesel aus. Die vorübergehende Senkung der Mineralölsteuer habe die Preise leicht gedämpft.
Zwieb empfiehlt Haushalten, Strom- und Gasverträge regelmäßig und besonders vor Ablauf einer Preisgarantie zu vergleichen. Autofahrten sollten effizient geplant und energiesparend durchgeführt werden. Bedarfsgerechtes Heizen sowie freie und entlüftete Heizkörper könnten den Energieverbrauch senken. Diese Maßnahmen könnten den Kostenanstieg nur dämpfen, nicht vollständig ausgleichen. Mit erhöhten Energiekosten sei zu rechnen.
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