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KI-Symbolbild: Eine Frau feilt in einer Werkstatt an einem Werkstück.Bild mit KI erstellt

Mit dem geforderten Fonds könnten jährlich rund 1,8 Milliarden Euro für die Lehrlingsausbildung bereitstehen, berechnen ÖGB-Expert:innen.

Die Österreichische Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) verlangt erneut einen Fonds zur Finanzierung der Lehrlingsausbildung. Die Berechnungen von Fachleuten des ÖGB ergeben, dass für die Lehrlingsausbildung jährlich rund 1,8 Milliarden Euro verfügbar sein könnten.

Mehr Aufmerksamkeit für junge Fachkräfte und die Lehre begrüßt die ÖGJ. Mit der Kampagne „Made in Austria – Stolz auf unsere Fachkräfte“ spricht sich Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer für eine stärkere Identifikation mit der österreichischen Wirtschaft aus. ÖGJ-Vorsitzende Jennifer Huemer verweist auf einen Widerspruch: Immer weniger Betriebe bieten Lehrlingsausbildung an, zugleich wird der Mangel an Fachkräften beklagt. Wer auf Fachkräfte angewiesen sei, müsse nach Huemers Auffassung Geld für deren Ausbildung aufwenden.

Der Fonds soll Unternehmen an der Finanzierung beteiligen

Nach dem Vorschlag soll jedes Unternehmen ein Prozent der eigenen Bruttolohnsumme an einen für alle vorgesehenen Fonds einzahlen. Die Mittel sollen an Ausbildungsbetriebe gehen, die ihre Ausgaben für die Lehrlingsausbildung daraus ersetzt bekommen. Einzahlen sollen auch Betriebe, die keine Lehrlinge ausbilden, obwohl sie alle Voraussetzungen für eine Lehrlingsausbildung erfüllen würden.

Huemer zufolge stemmt derzeit eine kleine Zahl an Betrieben den überwiegenden Teil der Ausbildungskosten. Viele Unternehmen ziehen Nutzen aus Fachkräften mit abgeschlossener Berufsausbildung, während sie selbst keine Lehrlinge zu Fachkräften heranbilden. Huemer zufolge ist diese Verteilung weder ausgewogen noch für die Zukunft tragfähig.

Aus Sicht der ÖGJ könnten die zusätzlichen Mittel mehr Ausbildungsplätze ermöglichen, die Qualität der Lehre heben und die Fachkräftesicherung dauerhaft verankern.

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